Schalkes Jungs wollen mit zwei Trophäen feiern

Gelsenkirchen..  Vier Tage nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft kann die Schalker U19 den nächsten Titel holen: Borussia Dortmund ist am heutigen Freitag der Gegner im Endspiel des Westfalenpokals. Anstoß am Trainingszentrum des BVB an der Adi-Preißler-Allee ist um 17.30 Uhr. 12 500 Zuschauer, so wie am Montagabend im Wattenscheider Lohrheidestadion, werden es ganz sicher nicht werden. Dennoch erwartet Schalkes Trainer Norbert Elgert „eine stattliche Kulisse.“ Es geht um viel: Der Sieger spielt in der neuen Saison im DFB-Pokal.

Elgert spricht von einem „50-50-Spiel“. In der Bundesliga West hatte Meister Schalke im Hinspiel in Ückendorf noch das Nachsehen, auswärts gewannen die Königsblauen Anfang April trotz 65 Minuten in Unterzahl mit 2:1. Borussia Dortmund beendete die Saison nur auf Rang fünf, hatte nach 26 Spieltagen 19 Punkte Rückstand auf Schalke. „Sie haben die Möglichkeit, mit dem Pokalsieg eine solide Saison zu einer guten zu machen“, sagt Elgert, der der Tabelle mit Blick auf den Gegner aber nicht ganz trauen möchte. „Diese Mannschaft gehört von der Qualität in die Spitzengruppe“, sagt er.

Schalke wird heute ohne drei Leistungsträger antreten müssen. Felix Platte hat sich am Mittwoch wegen einer Verknöcherung einer Operation am Fuß unterzogen, Maurice Multhaup verpasste schon das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft wegen Kniebeschwerden und Leroy Sané hat am Tag nach dem Finale seinen Urlaub angetreten. Joshua Bitter und John Malanga sind verletzt, sie müssen auch im zweiten Finale dieser Saison zuschauen. „Dadurch dass diese Spieler nicht dabei sind, fehlt uns natürlich enorme Qualität“, sagt Elgert, der aber davon überzeugt ist, dass trotzdem eine Mannschaft auf dem Platz stehen wird, die den BVB besiegen kann.

„Trotz aller Feierlichkeiten gilt der Fokus jetzt allein dem Pokalspiel“, stellt Elgert klar. Kein leichtes Unterfangen für die jungen Spieler, die am Montag mit dem Titelgewinn den vorläufigen Höhepunkt ihrer Laufbahn erreicht haben. Am Sonntag, bei der offiziellen Meisterfeier, darf dann wieder gefeiert werden. Bestenfalls dann mit zwei Pokalen.