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Basketball - Regionalliga

Schalker Basketballer: Schon im Januar

20.09.2011 | 16:54 Uhr

Buer.Wenn am Samstagabend mit dem Heimspiel gegen die BG Hagen die Saison 2011/12 in der 1. Regionalliga beginnt (19.30 Uhr), hat diese für die Basketballer des FC Schalke 04 sogar einen Vor- und einen Nachnamen: Die Mission ist der Vor- und der Aufstieg der Nachname. Manager Boris Liebing (33) und Trainer Chris Harris (32) blicken im WAZ-Interview auf die kommende Spielzeit.


Sie haben das Saisonziel sehr forsch präsentiert: Mission Aufstieg. Was stimmt Sie so zuversichtlich, dass der Aufstieg in die Pro-B-Liga auch gelingen wird?

Liebing: Ich denke, dass wir in diesem Jahr eine sehr gute Mischung gefunden haben. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir schon mal so viele Spieler gehalten und den Kern der Mannschaft erhalten haben: Kevin Lehmann, Jan Letailleur und Roman Hogräfer, um mal nur die zu nennen. Leistungsträger der vergangenen Saison sind auch jetzt noch dabei. Bei einem ist uns das nicht geglückt: Philip Günther. Außerdem haben wir Spieler dazubekommen, die sehr, sehr gut passen und in der Vorbereitung schon gezeigt haben, dass sie trotz ihres jungen Alters ordentlich was drauf haben.

Harris: Es passt auch außerhalb der Sporthalle.


Ist die aktuelle Mannschaft stärker als die der vergangenen Saison?

Liebing: Es ist schwierig, das zu beurteilen und die Mannschaften miteinander zu vergleichen. Zu Beginn der vergangenen Saison war ich fest davon überzeugt, dass wir von Anfang an oben mitspielen. Aber es hat mit Rich Pittman hinten und vorne nicht geklappt. Diesmal ist es ein bisschen anders, wir hatten eine ganz andere Vorbereitung. Wir sind ganz anders aufgestellt.


Also?

Liebing: Ich sehe die aktuelle Mannschaft einen Tick stärker.

Harris: Wir sind weiter. Die Jungs sagen selbst, dass sie jetzt schon ungefähr auf dem Stand sind wie in der vergangenen Saison im Januar. Da waren wir auch nicht schlecht, wir haben sieben der letzten acht Spiele gewonnen. Es hat aber einfach zu lange gedauert, bis wir konstant gute Leistungen abgerufen haben. Auf jeden Fall war es sehr wichtig, einen großen Teil des Kaders zu halten. Und ich hoffe, dass es diesmal schneller klappt.

Von Vinnie Darpino haben Sie sich schnell wieder getrennt und als Ersatz Alex Murphy verpflichtet. Ist der Kanadier mit britischem Pass denn jetzt der Richtige für die Aufbauposition?

Harris: Wenn er kein Heimweh bekommt und den anderen Lebensstil schluckt, dann werden wir einen sehr, sehr starken Spieler haben. Er kann die Leute in Szene setzen, er kann das Tempo reinbringen und auch rausnehmen. Ich glaube, Alex kann uns weit nach vorne bringen.

Liebing: Jeder, der ein bisschen Ahnung hat, kann doch sehen, dass Alex der deutlich bessere Spieler ist als Vinnie. Ich habe bei Vinnie nicht einmal das Gefühl gehabt, dass er hier angekommen ist. Er war distanziert. Alex ist jetzt auch nicht der Typ, der rumposaunt. Aber er hat bei seinem ersten Spiel schon mehr gesprochen als Vinnie in sieben Spielen und im Training zusammen.


Die Sporthalle an der Mühlbachstraße heißt jetzt bei Ihren Heimspielen Tectum-Arena. Haben Sie sich sonst noch etwas einfallen lassen, um die Partien in Erle attraktiver zu gestalten?

Liebing: Wir haben das Marketing ein bisschen anders aufgestellt. Wie lange bin ich jetzt dabei? Acht Jahre. In dieser Zeit und auch davor haben sich schon einige versucht, es war aber kaum einer dabei, der wirklich großartige Erfolge erzielt hat. Was Tobias Steinert jetzt auf die Beine gestellt hat, ist aller Ehren wert. Er hat einige große Werbepartner rangeholt. Wir haben erstmals ein Saisonheft, unsere Werbepartner können sich in der Halle präsentieren. Dass die Volksbank eine eigene Schalke-EC-Card rausbringt, ist für einen Basketball-Regionalligisten eine tolle Sache. Tobi hat es wirklich gut gemacht.

Zurück zum Sportlichen: Die Bochum AstroStars werden als heißester Kandidat für den Aufstieg gehandelt. Werden Sie sich gerade an dieser Mannschaft messen müssen?

Harris: Ja. Aber es gibt eine Gruppe von Mannschaften, denen zuzutrauen ist, um die Meisterschaft zu spielen. Nach den Geldausgaben ist Bochum sicherlich der Top-Favorit, aber man muss den UBC Münster und NOMA Iserlohn auch dazuzählen. Der SVD 49 Dortmund könnte der Überraschungskandidat sein. Die haben eine sehr gute Vorbereitung gespielt. Und die meisten rechnen uns auch dazu.


Sie auch?

Harris: Ja.


Nehmen wir mal beide Fälle an: Wie ginge es in der Saison 2012/13 weiter, wenn es mit dem Aufstieg klappte – und wie, wenn nicht?

Liebing: Unser Ziel ist es, in die Pro B aufzusteigen. Die Planungen laufen so, dass wir im Januar gucken müssen, ob wir aufsteigen können. Sollte der Aufstieg in greifbarer Nähe sein, würden wir mit Sponsoren, dem Hauptverein und allen relevanten Personen Gespräche führen. Wir müssten dann auch gucken, dass wir alle Auflagen für die Pro B gedeckelt bekämen. Von den Anforderungen müssten wir uns da umstellen.


Ein Nicht-Aufstieg wäre aber keine Pleite?

Liebing: Das wäre schade. Allein schon deshalb, weil in der Pro B richtig interessante Mannschaften sind: Herten, Schwelm, Wulfen oder Dorsten. Das sind ganz andere Partien.


Wäre mit der Pro-B-Liga die Grenze des Machbaren für die Basketball-Abteilung des FC Schalke 04 erreicht? Oder ginge vielleicht sogar noch mehr? Pro A?

Liebing: Die Pro A ist bei uns nicht in der Diskussion und im Moment auch gar nicht machbar.

Andree Hagel

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