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Schalker am Ende ohne Scorer

15.11.2009 | 20:34 Uhr

Viele frühzeitige Foulspiele schwächen das Regionalliga-Team bei der 54:68-Niederlage beim SVD Dortmund.

Hubert Beck schwante schon vor der Partie Böses: „Ohne Top-Scorer Benjamin Rust haben wir eigentlich keine Chance”, mutmaßte er vorher. Hätte er zu dem Zeitpunkt schon gewusst, dass sich seine beiden Amerikaner selbst aus dem Spiel nehmen würden, wäre seine Prognose wohl noch düsterer ausgefallen. Beim Zwischenstand von 14:11 hatte George Tandy schon sein zweites Foul kassiert, bei 17:13 folgte Matthew Fields mit der zweiten Verwarnung und wurden daraufhin beide vorsichtshalber aus dem Spiel genommen. „Es sind halt junge Spieler, die manchmal übermotiviert zur Sache gehen. Dass sie damit der Mannschaft eher schaden, bedenken sie im Eifer des Gefechts natürlich nicht”, zeigte der Pädagoge aber auch Verständnis. Darüber hinaus war es in der ersten Halbzeit aber auch eine schwache Leistung von beiden Mannschaften. Viele Ballverluste, schlechte Rebounds ließen die Dortmunder im ersten Viertel schnell davonziehen. Fabian Horstmann und Christian Schneider kamen durch die ungewohnten „Bankdrücker” zu längeren Einsätzen als gedacht und konnten die Schwächung im Angriff natürlich nicht kompensieren. Giovanni Palopoli, ansonsten auch ein Mann für wohldosierte Einsätze, stand diesmal sogar 29 einhalb Minuten auf dem Feld.

Vier Dreier durch Philip Günther

Obwohl die Leistungsträger also patzten – fünf Punkte auf dem Konto von Tandy sind einfach indiskutabel – kamen die Schalker im dritten Viertel doch noch einmal auf 41:39 heran. Vor allem auch, weil der vorzügliche Philip Günther, am Freitag schon einer der Stärksten beim Erfolg über Bielefeld, mit insgesamt vier Dreiern glänzte. „Doch der ganze Kraftakt war umsonst, weil die Dortmunder im Anschluss mit zwei Dreiern in Serie wieder davonzogen. Danach hatte man nicht das Gefühl, dass unsere Mannschaft noch einmal den Willen aufbringt, das Spiel herumzureißen”, erkannte Manager Boris Liebing.

Trotz des Sieges waren auch die Dortmunder mit den gebotenen Leistungen nicht zufrieden: „Leider haben wir uns dem Niveau und Tempo der Partie angepasst. Das wurde durch die Schalker Foulprobleme und die dadurch gespielte Zone noch langsamer”, analysierte SVD-Trainer Peter Radegast. Für Liebing und das Schalker Team blieb die Erkenntnis: „Wenn faktisch drei Scorer fehlen, ist dies einfach nicht zu kompensieren. Jetzt hoffen wir, dass Benjamin Rust am nächsten Wochenende wieder zurückkehrt.”

SVD Dortmund - FC Schalke 04 68:54

Viertel: (25:15,10:8,17:18,16:13)

FC Schalke 04: Schröder, Schneider (1), Beck (3/1), Fields (15/1), Tandy (5), Palopoli (3/1), Lehmann (7/1), Günther (18/4), Horstmann, Doll (2).

Ralf Wilhelm

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