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Schalker A-Junioren feierten Titel mit Trainer "Heino"

18.06.2012 | 17:36 Uhr
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Nach der gewonnen Meisterschaft gegen die A-Junioren des FC Bayern München kannte die Freude bei den Schalker Knappen kein Halten mehr.Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool

Erkenschwick.  Die Schalker U 19 hat ihren Meister-Triumph bis in die späten Abendstunden in einem Steakhaus gefeiert. Trainer Norbert Elgert bot dabei eine erstklassige Heino-Parodie. Der Blick auf die kommende Saison zeigt: Es wird sich zwangsläufig vieles ändern.

Goldene Streifen aus der Papierkanone gingen bei der Siegerehrung auf die A-Junioren des FC Schalke 04 nieder, nach ihrem Finalerfolg über Bayern München. Doch damit war die Party natürlich noch nicht vorüber. Am Nachmittag ließen Spieler, Offzielle, Eltern und Spieler-Freundinnen den großen Triumph in einem Steakhaus in Buer ausklingen – die Letzten gingen spät abends nach dem Deutschland-Spiel nach Hause. Unumstrittener Höhepunkt des Abends: Der Auftritt von Heino alias Trainer Norbert Elgert ; mit blonder Perücke, Gitarre und deutschem Liedgut zeigte der sonst immer so sachliche Erfolgscoach seine komödiantische Ader.

Schalke hofft auf viele neue Leistungsträger für die eigene U-23-Auswahl

Es war ja das letzte Mal, dass die goldene Generation so zusammen war. Die Mannschaft bekommt zur neuen Spielzeit ein ganz anderes Gesicht. Vom Siegerteam wechseln Djordje Babic, Sascha Walter, Merlin Baus, Ihab Darwiche, Rene Klingenburg und Philipp Max hoch in die eigene U 23 und versuchen in der Regionalliga Fuß zu fassen. Kein leichtes Unterfangen, wie die Vergangenheit bei einigen Vorgängern zeigte. „Keine Frage, dass Qualität vorhanden ist, haben die Jungs nun bewiesen. Aber im Seniorenbereich wird der Druck weiter zunehmen, nicht jeder kann damit umgehen“, sagte Oliver Ruhnert. Aber der Sportliche Leiter der Nachwuchsabteilung hofft dennoch auf eine hohe Erfolgsquote.

Dass mit Torhüter Lukas Raeder (Bayern München), Noah Korczowski (1. FC Nürnberg) und Ridvan Balci (Bor. Mönchengladbach II) drei absolute Leistungsträger diesen Weg woanders beschreiten wollen, schmerzt natürlich, aber hier hat sich die Nachwuchsabteilung nichts vorzuwerfen: „Traurig wäre ich nur, wenn wir sie nicht hätten an uns binden wollen. Aber wir haben es frühzeitig versucht, leider haben sie sich anders entscheiden, das gilt es zu akzeptieren“, zieht Oliver Ruhnert einen Schlussstrich unter diese Personalien.

Große Hoffnungen ruhen auf Schalker Jungstar Max Meyer

Die Beweggründe waren bei allen natürlich verschieden. Korczowski zum Beispiel, sah bei der momentanen Besetzung der Innenverteidigung im Profikader keine realistische Chance, dort auf absehbare Zeit mitmischen zu können. Dass er mittlerweile in den letzten Wochen auf der Außenposition glänzte, war zum damaligen Zeitpunkt noch nicht abzusehen.

Schalker A-Jugend im Endspiel

Aber dennoch sollten im Team noch genügend Kronjuwelen vorhanden sein. Zum Beispiel einer wie Max Meyer, der selbst Matthias Sammer beeindruckte: „Da kommt einer rein, der noch Jahrgang 1995 ist. Unfassbar!“ Aber gerade der noch 16-Jährige besitzt den besonderen Schutz des Trainers: „Wir werden ihn geduldig und intelligent heranführen“, sagt Norbert Elgert. Darauf kann man sich bei ihm verlassen.

Ralf Wilhelm

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