Schalke sorgt für tolle Überraschung

Echte Königsblaue: Familie Röhlig aus Marl.
Echte Königsblaue: Familie Röhlig aus Marl.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Familie Röhlig aus Marl bekam jetzt Post von ihrem Lieblingsverein Schalke - weil sie „dem Mythos Schalke wie keine zweite Familie“ verfallen sei.

Marl.. Als Frank Röhlig zuletzt seinen Briefkasten öffnete, war die Freude riesengroß. Es lag ein Brief des FC Schalke 04 darin, unterzeichnet von Vorstand Horst Heldt, Chef-Trainer Roberto Di Matteo und Kapitän Benedikt Höwedes. Frank Röhlig: „Ich hatte keine Ahnung, warum. Aber trotzdem klasse.“

In dem Brief bedankte sich Schalke bei der Familie Röhlig für hohes Engagement. „Lieber Frank, liebe Elli, lieber Tim, liebe Jana“, hieß es, „wir haben erfahren, dass Ihr dem Mythos FC Schalke 04 wie keine zweite Familie verfallen seid. Ihr veranstaltet beinahe wöchentlich in eurem heimischen Stollen Fan-Zusammenkünfte und tragt die Farben Blau und Weiß sogar bis nach Fernost.“

Frank Röhlig ist es ein Rätsel, wie der FC Schalke 04 Wind davon bekommen hat. Der 48-Jährige fragte sofort im Freundeskreis nach, doch seine Frage blieb bis heute trotzdem unbeantwortet. „Wir haben uns natürlich total gefreut. Das war eine richtig tolle Überraschung“, sagt der Marler. Das Anschreiben soll ebenso wie die drei beigelegten Autogrammkarten von Heldt, Di Matteo und Höwedes einen Ehrenplatz im „Schalke-Keller“ bekommen.

Seit 1997 wird dieser Keller im schmucken Einfamilienhaus in Marl-Drewer regelmäßig zum kleinen Stadion. Nämlich immer dann, wenn Schalke spielt. Zu jedem Spiel lädt die Familie Freunde ein. Und wenn die Freunde auch noch Freunde mitbringen wollen, sind auch die bei den Röhligs herzlich willkommen. „Das ist immer eine richtig schöne Sache“, sagt der Gastgeber, der dem Mythos Schalke seit über 30 Jahren verfallen ist, seit dem 6:6 im DFB-Pokal gegen die Bayern.

Bis zu 30 Leute finden im Keller der Röhligs einen guten Platz. Drei sogar auf den alten Logensitzen, die der Verein vor der Saison verkaufte. Frank Röhlig kann so einige Anekdoten aus seinem Keller erzählen. Eine: „Schalke schießt ein Tor, zwei Mann springen auf, und der eine bricht dem anderen beim Jubeln die Rippe.“ Egal, Hauptsache Tor.

Auch 9000 Kilometer von zu Hause entfernt kein Spiel verpasst

Und auch die Sache mit Fernost stimmt. „Da wissen Horst Heldt, Roberto Di Matteo und Benni Höwedes ja richtig gut Bescheid“, sagt Frank Röhlig und lacht. Sohnemann Tim studiert „International Management and Business“ und war deshalb im vergangenen Jahr vier Monate in Südkorea. Auch fast 9000 Kilometer von Zuhause entfernt, verpasste er kein Spiel der Schalker. Seine Kommilitonen dort, aus allen Teilen der Erde, übrigens auch nicht. Schalke verbindet eben. Nicht nur im Keller.