Schalke schafft zehnten Sieg in Serie

Marijo Samija (am Ball) erzielte sechs Treffer gegen Welper.
Marijo Samija (am Ball) erzielte sechs Treffer gegen Welper.
Foto: Thomas Schmidtke

Schalke.. Der FC Schalke 04 bleibt das Team der Stunde in der Handball-Landesliga. Die Schalker feierten einen ungefährdeten 38:24 (19:10)-Sieg gegen die DJK Westfalia Welper. Durch den zehnten Sieg in Folge bleiben sie punktgleich mit Spitzenreiter TuS Bommern Tabellenzweiter.

Auch wenn es nur gegen den Tabellenneunten aus Hattingen ging, füllte sich die Halle doch mehr als bei anderen Heimspielen. Das Angebot mit dem freien Eintritt zog etwa 150 Zuschauer in die Halle am Schürenkamp. „Sonst sind es leider noch weniger“, sagte Schalkes Trainer Ralf Anischewski.

Die Fans machten auch gleich richtig Stimmung. Mit Pauken wurden die Schalker Handballer lautstark von der Tribüne aus unterstützt. Nach einem schleppenden Beginn schalteten die Gastgeber dann einen oder mehrere Gänge hoch. Nach einem 1:1 in der dritten Minute setzten sie sich über 5:1 (6.), 7:2 (9.) auf 12:3 (14.) ab.

Der FC Schalke 04 traf aber nicht nur fast nach Belieben, die Defensive machte auch einen prächtigen Job. Und wenn dann doch mal ein Wurf der Gäste Richtung Schalker Tor flog, war dort dann meist auch Fabian Sinkovec zur Stelle, der einige starke Paraden zeigte.

Für Welper drohte ein Debakel

Nach 13 Minuten aber ein Schreckmoment für die Schalker. Daniel Linke, der bereits drei Treffer erzielte, knickte um und wurde fortan geschont. Erst Mitte der zweiten Halbzeit kam er wieder aufs Feld zurück. Das Team von Trainer Ralf Anischewski ließ sich davon aber nicht beirren. Nach dem Treffer von Rosen Kolev zum 15:5 sagte selbst Welpers Trainer Michael Wolf: „Meine Fresse, da kriegen wir heute aber eine Klatsche.“ In der 28. Minute hatten die Schalker beim 19:8 noch einen Elf-Tore-Vorsprung, dieser schrumpfte aber noch auf 19:10 zur Halbzeit.

Nach der Pause stand bei den Gastgebern nun Alexander Zok im Schalker Tor. Zu Beginn ließ er doch ein paar mehr Gegentore zu, steigerte sich aber und hielt später auch ein paar schwierigere Bälle. Die Schalker aber waren vielleicht gedanklich noch in der Kabine, oder vielleicht auch zu selbstsicher. Denn die Hattinger trafen auf einmal besser und kamen immer näher heran. Doch weniger als sechs Tore Rückstand wurden es nicht – 20:14 (35.), 24:18 (42.) und 27:21 (48.).

Nachdem Ralf Anischewski in der 50. Minute eine Auszeit genommen hatte, drehten die Schalker wieder auf. Als die Gäste in der 51. Minute auf 22:30 verkürzten, sollte es für einige Minuten ihr letzter Treffer gewesen sein. Schalke zog auf 37:22 auf und davon. Erst in der letzten Minute sollten Welper noch zwei Treffer zum 38:24-Endstand gelingen.

„Ich bin mit dem Spiel hochzufrieden. Wir waren im Kollektiv sehr gut“, sagte Ralf Anischewski. Und die kleine Auszeit seines Teams nach der Pause? „Da waren wir zu fahrig. Wir haben den Überblick verloren. Das muss nicht sein. Das ist eine reine Kopfsache. Wir haben es leider nicht geschafft, so engagiert wie in der ersten Halbzeit aufzutreten“, sagte Schalkes Trainer. „Danach haben wir wieder angezogen und richtig Gas gegeben.“