SC Hassel verteidigt den Pokal

Der SC Hassel war im Kreispokalfinale die aktivere Mannschaft. In dieser Szene blockt der Zweckeler Aldin Kljajic (links) gegen Hassan El Hamad.
Der SC Hassel war im Kreispokalfinale die aktivere Mannschaft. In dieser Szene blockt der Zweckeler Aldin Kljajic (links) gegen Hassan El Hamad.
Foto: FUNKE/FotoServices
Was wir bereits wissen
Der SC Hassel hat das Endspiel um den Fußball-Kreispokal gegen den SV Zweckel mit 1:0 gewonnen und sich somit für den Westfalenpokal 2015/16 qualifiziert.

Heßler..  Nach 90 Minuten hieß es 1:0, der SC Hassel hat seinen Titel im Kreispokal am Mittwochabend im Jahnstadion verteidigt. Der Pokalsieg ist der erste Titel für Thomas Falkowski in seiner noch so jungen Laufbahn als Trainer. „Das ist natürlich schön“, sagte der 32-Jährige, ergänzte aber: „Darum geht es aber nicht vorrangig. Viel schöner ist, dass sich die Mannschaft in dieser tollen Saison mit einem Titel belohnt hat.“

Falkowski rückte im Endspiel von einer Gewohnheit ab. Normalerweise hütet Marvin Radüchel in Pokalspielen das Hasseler Tor. Gegen den SV Zweckel gab Falkowski aber Stammkeeper Cedric Drobe den Vorzug. „Marvin ist ein super Sportsmann, er hat das top aufgenommen und freut sich jetzt genauso wie jeder andere über den Pokalsieg“, sagt Falkowski.

Im ersten Durchgang blieb Drobe aber beinahe beschäftigungslos. Die Hasseler waren gegen den Oberligisten das bessere Team. Julian Hellmich probierte es nach einer Viertelstunde mit einem gefühlvollen Schuss von der Strafraumgrenze, Zweckels Torwart David Kulina lenkte den Ball zur Ecke. Nach dem folgenden Eckball setzte Daniel Moritz, der im Sturm den Vorzug vor Florian Fricke erhielt, einen Kopfball knapp über das Tor. Mykola Makarchuk versuchte es wenig später noch aus der Distanz, doch sein Schuss ging ebenfalls drüber.

Zweckel schoss nach einer knappen halben Stunde zum ersten Mal aufs Tor, Drobe hatte beim Versuch von Innenverteidiger Aldin Kljajic aber keine Probleme. Insgesamt war der Westfalenligist die aktivere Mannschaft, viel lief über Spielmacher Julian Hellmich, den die Zweckeler häufig nur durch Fouls stoppen konnten. Schiedsrichter Lars Sielemann ließ Gnade vor Recht ergehen und beließ es zunächst bei Ermahnungen. Was Hassel fehlte, war nach starker Anfangsphase der Zug zum Tor, häufig wurde der Ball im Mittelfeld leichtfertig verloren. Eine Minute vor dem Halbzeitpfiff ließ Julian Hellmich noch einen Schuss von der Strafraumgrenze ab, wieder rettete David Kulina, sodass es mit einem 0:0 in die Pause ging.

Traumtor von Mykola Makarchuk

In der zweiten Hälfte wurde Zweckel stärker, das erste Tor aber erzielte der SC Hassel, ein Traumtor nach 53 Minuten. Aus 25 Metern halbrechter Position zog Mykola Makarchuk mit links ab, der Ball wurde länger und länger und senkte sich genau in den Knick. Jetzt war der defensive Mittelfeldspieler richtig im Spiel und probierte es fünf Minuten später erneut. Diesmal kam der Ball flach, Kulina tauchte ab und parierte. Ebenso wie einen Schuss von Julian Hellmich nach 65 Minuten. Langsam, aber sicher wurde David Kulina zum besten Spieler seines Teams.

Glück hatten die Hasseler nach 69 Minuten, als der eingewechselte Lukas Tomanek aus fünf Metern über das Tor schoss. Zweckel wiederum hatte Glück, als Julian Hellmich eine Minute später den Pfosten traf. Den Nachschuss von Hassan El Hamad hielt Kulina. Nach 80 Minuten der nächste Pfostentreffer. Nach einer Ecke von Hasan El Hamad gewann Nedim Djuliman das Kopfballduell. Vom SV Zweckel kam in der Schlussphase so gut wie gar nichts mehr, sodass der Sieg des SC Hassel hochverdient war.

Das sah auch Thomas Falkowski so. „Wir hatten in der ersten Halbzeit eine Phase, in denen die Abstimmung fehlte. Ansonsten waren wir hier die bessere Mannschaft.“ Sein Zweckeler Trainerkollege Günter Appelt erklärte: „Für mich war es typischen 0:0-Spiel, das Tor für Hassel für glücklich. Aber so ist Fußball, für uns hat der Klassenerhalt in der Oberliga sowieso Priorität“