SC Hassel vergibt einen 2:0-Vorsprung

Erndtebrück..  Der SC Hassel war der große Verlierer des viertletzten Spieltags in der Fußball-Westfalenliga. Die Grün-Weißen unterlagen trotz eines 2:0-Vorsprungs mit 2:3 beim Tabellenneunten TuS Erndtebrück II und müssen ihre letzten Hoffnungen auf einen den beiden ersten Ränge wohl begraben. „Wir haben nie gesagt, dass wir aufsteigen wollen“, teilte Hassels Trainer Thomas Falkowski mit. „Aber wir hätten gerne bis zum Schluss im Kampf um die ersten Plätze mitgemischt.“

Alles ändert sich mit einem Elfmeter

Die Partie in der Erndtebrücker Pulverkampfbahn begann für die Hasseler verheißungsvoll. Dank der Treffer von Hassan El Hamad nach Vorarbeit von Sandro Poch (20.) sowie von Maik Habitz mit einem Kopfball nach einer Ecke von Julian Hellmich (30.) lagen sie nach einer halben Stunde mit 2:0 vorne. Sie hatten bis dahin alles im Griff, was sich aber schlagartig änderte, als Marvin Sell einen berechtigten Foulelfmeter verursachte, den Ivan Markow zum ersten Tor für den Gastgeber verwandelte (32.). Manuel Müther glich noch vor der Pause mit einem 25-Meter-Freistoß zum 2:2 aus, wobei auch Cedric Drobe im Gäste-Tor keine gute Figur abgab (39.). Unmittelbar nach der Pause gingen die Erndtebrücker durch Florian Hammel sogar mit 3:2 in Führung (46.).

Die Gäste versuchten danach, wieder zurück zu ihrem Spiel zu finden, aber zu einer Änderung des Resultats langte es nicht mehr, obwohl sie zum Schluss sogar mit drei Spitzen agierten. Die besten Möglichkeiten, zumindest einen Zähler mit nach Hassel zu nehmen, vergaben Markus Poloczek mit einem Kopfball ans Lattenkreuz (64.) und Daniel Moritz nach einem Freistoß von Julian Hellmich (68.).

Falkowski ärgerte sich über die überraschende Niederlage und insbesondere über den Spielverlauf. „Wenn man auswärts mit 2:0 führt, dann darf man ein solches Spiel nicht mehr aus der Hand geben“, meinte er. „Die Enttäuschung ist groß, diese Partie verloren zu haben. Am Ende war der Sieg für Erndtebrück nicht einmal unverdient.“