Sattes Sieben-Punkte-Polster für YEG Hassel

Eine fantastische Hinrunde legte YEG Hassel in der Landesliga hin. Der Klub ist auf Westfalenliga-Kurs.
Eine fantastische Hinrunde legte YEG Hassel in der Landesliga hin. Der Klub ist auf Westfalenliga-Kurs.
Foto: Thomas Schmidtke

Hassel..  YEG Hassel stellt im Amateurfußball die einzige überkreislich spielende Mannschaft aus Gelsenkirchen, die das erste Halbjahr der Saison 2014/15 ohne Niederlage überstanden hat. Die Grün-Weißen liegen in der Staffel 4 der Landesliga weit vorne. Mit zwölf Siegen und vier Unentschieden haben sie einen Vorsprung von sieben Punkten auf die Sportfreunde Stuckenbusch sowie von fünf weiteren auf den BSV Roxel und auf den SV Herbern erarbeitet. In der zweiten Saison nach der Rückkehr in die Landesliga steht YEG somit vor dem zweiten Aufstieg innerhalb von drei Jahren.

„So eine Hinrunde gelingt nicht jeder Mannschaft und auch nicht in jedem Jahr“, sagt YEG-Trainer Halit Hoyladi. „Ich bin richtig stolz auf die Truppe. Sie hat im bisherigen Saisonverlauf einen tollen Charakter gezeigt.“ Die türkische Mentalität neigt dazu, nach einigen guten Ergebnissen in Euphorie auszubrechen und dann die Konzentration auf das Wesentliche zu verlieren. Das ist den Hasselern im vergangenen Halbjahr nicht passiert. Es spricht zudem für ihre Nervenstärke, dass sie sechs Partien mit einem Tor Unterschied für sich entscheiden konnten.

Ärger über vier Unentschieden

„Ich habe selbst nicht erwartet, dass wir zum Jahreswechsel so gut da stehen würden“, gibt Halit Hoyladi zu. Im Nachhinein ärgert er sich sogar, dass sich sein Team viermal mit einem Remis begnügen musste: zu Hause gegen den BV Brambauer (1:1) sowie auswärts beim SV Eintracht Ahaus (2:2), beim SV Mesum (0:0) und bei der SpVg Beckum (0:0). „Auch diese Spiele hätten wir eigentlich gewinnen können“, sagt Halit Hoyladi.

Dass die Mannschaft, die im Vorjahr lange um den Klassenerhalt bangen musste, so beständig agierte, hat sie auch ihren spielstarken Zugängen zu verdanken, allen voran Kadir Mutluer, der das Musterbeispiel dafür ist, dass man auch im höheren Fußball-Alter noch zu Klasse-Leistungen fähig ist. Mit zehn Treffern führt der 36-Jährige die interne Torschützenliste an. Unvergessen sein Dreierpack beim 4:1 im Heimspiel gegen den SV Herbern. Der Routinier ist ein Spieler, der auch in kritischen Situationen den Kopf oben behält und Ruhe bewahrt.

Auch Burak Arlat, Danny Schnelle, Emre Köksal, Ali-Can Ciloglu und Torwart Hikmet Öztürk haben richtig gut eingeschlagen. Die Qualität stimmt, aber offensichtlich nicht die Quantität. In den letzten Begegnungen vor der Winterpause gingen YEG einige Male die Spieler aus. Halit Hoyladi und sein spielender Trainer-Kollege Oktay Güney mussten erkennen, dass der Kader recht dünn besetzt ist, vor allem dann, wenn der eine oder andere Akteur aus Verletzungsgründen für längere Zeit ausfällt.

Wenn es am 15. März mit dem Auswärtsspiel beim BV Brambauer-Lünen weitergeht, wird der Kader von YEG Hassel ein leicht verändertes Gesicht haben. Um künftig wieder mehr Alternativen zu haben, wollen die Hasseler einige Winter-Zugänge verpflichten. „Wir werden dadurch an Qualität gewinnen“, kündigt Halit Hoyladi an. „Wir wollen schließlich im zweiten Halbjahr noch besser werden und noch erfolgreicher abschneiden als im ersten.“