Robert Ortmann bester deutscher Junior

Mit Michael Batzel (hinten links), Jan Lordieck (hinten 3.v.l.) und Robert Ortmann (hinten rechts) waren gleich drei Schwimmer der DLRG Buer am Start.
Mit Michael Batzel (hinten links), Jan Lordieck (hinten 3.v.l.) und Robert Ortmann (hinten rechts) waren gleich drei Schwimmer der DLRG Buer am Start.
Foto: DLRG
Was wir bereits wissen
Mit zwei Siegen und einem zweiten Platz zum Sieg im Mehrkampf beim Juniorenrettungspokal. Drei Bueraner in der Westfalenauswahl, die Platz zwei in Leipzig belegt.

Leipzig..  In Leipzig wurde der 13. Junioren Rettungspokal ausgetragen. Bei diesem auf zwei Tage angesetzten Wettkampf haben sich die besten jugendlichen Rettungsschwimmer aller 18 DLRG-Landesverbände sowohl in den Schwimmbad-Disziplinen als auch im Freiwasser gemessen. Bei Temperaturen um die 40-Grad-Marke artete dieser auf Grund der Vielzahl der zu absolvierenden Einzel- und Mannschaftsstarts ohnehin sehr harte Wettkampf zu einer wahren Hitzeschlacht aus.

Für den Landesverband Westfalen waren in diesem Jahr vom Landestrainerteam Robert Ortmann, Michael Batzel und Jan Lordieck von der DLRG Ortsgruppe Gelsenkirchen-Buer nominiert worden. Damit stellte die heimische DLRG gleich drei Teilnehmer der insgesamt sechs nominierten Herren. Am ersten Tag wurden in der Schwimmhalle der Universität Leipzig die Schwimmbadwett-kämpfe, am folgenden Tag am Markkleeberger See die Freigewässer- und Stranddisziplinen ausgetragen.

Bei diesem hochklassigen und prestigeträchtigen Wettkampf konnten sich in diesem Jahr die Athleten der Bundestrainerin und Schirmherrin der Veranstaltung, Susanne Ehling, empfehlen, um den Sprung in das Juniorennationalteam für die Junioren-EM zu schaffen, die im September im spanischen Alicante stattfindet.

Robert Ortmann gewinnt die Mehrkampfwertung bei den Herren

Der 18-jährige Robert Ortmann hatte bereits im Pool mit einem zweiten und zwei dritten Plätzen fleißig Punkte für die Mehrkampfwertung gesammelt. Am zweiten Tag stellte er auch im Freiwasser seine Fähigkeiten unter Beweis. „Robert gehört zu den Ausnahmesportlern, die sowohl im Pool als auch im Freiwasser Top-Leistungen bringen“, sagt Landestrainerin Anke Fabri.

Mit Siegen im Surf-Ski Rennen und im Rettungstriathlon (Ocean-Man Wettbewerb) sowie einem zweiten Platz im Rennen auf dem Rettungsboard konnte er in der Endabrechnung mit 108 Punkten vor Maximilian Müller aus Sachsen-Anhalt (97) und seinem westfälischen Mannschaftskameraden David Laufkötter (87) die Mehrkampfwertung für sich entscheiden.

Damit bewies der amtierende Westfälische Landesmeister im Freiwasser und Vize-Landesmeister in den Schwimmbaddisziplinen wieder einmal seine Vielseitigkeit, die insbesondere in den Mehrkämpfen zum Tragen kommt. „Der Juniorenrettungspokal wird im Pool verloren, aber im Freiwasser gewonnen. Robert war mit seinen 50 Punkten aus den Poolwettbewerben am ersten Tag nur Fünfter, konnte dann aber mit 58 von 60 möglichen Punkten im Freiwasser den Sack zumachen und den Wettkampf gewinnen“, zeigte sich sein Heimtrainer Andreas Goetsch nicht nur mit Ortmanns Leistung sondern auch mit der seiner beiden anderen Schützlinge sehr zufrieden. Die Landestrainerin zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit der Leistung der beiden Teamdebütanten Michael Batzel und Jan Lordieck. Batzel holte sich überlegen den Sieg im Brandungsschwimmen (Surf-Race), einen hervorragenden zweiten Platz im Rettungstriathlon (Ocean-Man) und war zudem bei zahlreichen Staffelstarts im Pool und im Freiwasser sehr erfolgreich (drei Siege, außerdem jeweils ein zweiter und dritter Platz).

Batzel und Lordieck sammeln Punkte

Der durch eine Erkältung geschwächte Jan Lordieck konnte in den Einzeldisziplinen im Pool seine Möglichkeiten nicht voll ausschöpfen, stellte sich aber ganz in den Dienst der Mannschaft (zwei Siege und jeweils ein zweiter und dritter Platz mit seiner Beteiligung) und trug durch gute Leistungen in den Staffeln zum ausgezeichneten Abschneiden der Westfälischen Herren bei, die bei acht Staffelstarts sechs Siege sowie einen zweiten und einen dritten Platz holten. Wäre ihm bei Ski-Race das Steuerungsseil nicht gerissen, wäre auch dort deutlich mehr für ihn möglich gewesen.

Es bleibt nun abzuwarten, ob Gelsenkirchener Schwimmer von der Bundestrainerin für den Europameisterschaftskader der Junioren nominiert werden.