Pokal wirft seinen Schatten voraus

Pasi di Girifalco - hier mit Jens Bergmann - darf sich Hoffnungen auf den Sieg machen.
Pasi di Girifalco - hier mit Jens Bergmann - darf sich Hoffnungen auf den Sieg machen.
Foto: Sabine Sexauer

Gelsenkirchen..  Zehn überaus stark besetzte Trabrennen stehen am Donnerstag ab 18.30 Uhr auf der Tageskarte bei Gelsentrab, die ein perfekter Appetit-Anreger für den acht Tage danach anstehenden Bild-Pokal am 1. Mai ist.

Erstklassige Traber nehmen das Gelsenkirchener Geläuf ins Visier und messen quer durch die Gewinnklassen ihre Kräfte. Die ohne Zweifel besten Pferde des Abends gehen im „frei für alle“ an den Start, in dem unter anderem zwei herausragende Fünfjährige einmal mehr die Klingen wetzen. Die Rede ist von Duke of Greenwood und Stanislawski, die im Derby 2013 in dieser Reihenfolge die Ränge zwei und drei belegten. Bis heute gehören beide zu den Toppferden ihres Jahrgangs, wobei Duke of Greenwood sogar auf europäischem Parkett für Furore sorgte.

Großverdiener am Start

Ein Sieg in Paris-Vincennes sowie ein zweiter Platz im letztjährigen Großen Preis von Deutschland und eine Gesamtgewinnsumme von rund 291.000 Euro sprechen für sich und machen den „Duke“ in der Hand seines Besitzers Michel Rothengatter zum Favoriten. Stanislawski (Robin Bakker), der im Laufe seiner Karriere immerhin rund 93.000 Euro eingespielt hat, dürfte mit dem etwas besseren Startplatz ebenfalls zu den Gemeinten gehören, allerdings ist mit Västerbocheckpoint (Jaap Terstal) ein weiteres Schwergewicht (228.000) dabei. Keinesfalls unterschätzen darf man in diesem Rennen auch Velten Couture (Andre Bakker), ebenso wie den formstarken Outsider Diamant (Michael Nimczyk), der mit seiner hohen Endgeschwindigkeit sicher den ein oder anderen Favoriten ärgern kann.

Legende im Sulky

Mit Jean-Pierre Dubois ist am Donnerstag eine Traber-Legende zu Besuch am Nienhausen Busch. Der 74-jährige Franzose, zuletzt im Jahr 2013 auf einer deutschen Traberpiste unterwegs, setzt in seiner Heimat trotz seines hohen Alters immer wieder Glanzpunkte und ist überdies ein hoch angesehener Züchter, der unter anderem das Jahrhundertpferd Varenne auf den Weg gebracht hat. Er steigt zweimal in den Sulky, steuert zunächst Echauffour im dritten Rennen und kommt in der fünften Tagesprüfung mit dem dreijährigen Bohemian Rhapsody an den Ablauf. Der besitzt ebenso eine Nennung für das Deutsche Traberderby wie RitchiRich Diamant (Robin Bakker), der nach seiner schnellen Wiederqualifikation in Wolvega als heißer Sieganwärter gehandelt wird.

Chancen auf einen Sieg darf sich auch Pasi di Girifalco machen. Im Rennen mit Viererwette samt Garantieauszahlung in Höhe von 5.000 Euro ist der Schützling von Jens Bergmann erste Wahl, muss aber aus der zweiten Reihe gegen einige unangenehme Gegner ran. Dazu zählen unter anderem der zuletzt prächtig aufgelegte Captain Rob (Age Posthumus), die vom niederländischen Spitzenfahrer Hendrik Grift gefahrene Fairness, die gut im Rennen stehende frische Siegerin Express Rapida (Robin Bakker) und der zwischenzeitlich wiedererstarkte Trombone (Henri Joseph Pools). Weitere Formpferde machen auch dieses Rennen, in dem neben der Vierer- auch die Dreierwette gespielt werden kann, zu einem absoluten Highlight.