Nur Käfferbitz war überragend

Gelsenkirchen..  Ein 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach und ein 8:1 bei Viktoria Köln zum Saisonstart sowie ein 12:2 gegen den Euskirchener TSC am letzten Spieltag könnten den Eindruck erwecken, die U17 des FC Schalke 04 hätte in der Bundesliga der Fußball-B-Junioren ein bombiges Spieljahr hingelegt. Das war nicht so, denn zwischendurch gab es auch reichlich Leerlauf. Am Ende langte es für den Knappen-Nachwuchs deshalb nur zum fünften Tabellenplatz mit 58:33 Toren und 40 Punkten aus 26 Spielen.

Nur einmal Tabellenführer

„Das ist zwar kein Traumergebnis, aber es entspricht dem Leistungsvermögen der Mannschaft“, sagt Trainer Uwe Grauer. „Die Jungs waren unheimlich willig, aber im technischen und auch im taktischen Bereich müssen sie, wenn sie weiterkommen wollen, noch zulegen.“ Der ehemalige Bundesliga-Fußballer durfte nur einmal, und zwar nach dem zweiten Spieltag, das Gefühl auskosten, die Tabelle anzuführen. Sofort danach erhielten seine Schalker Jungs mit der überraschenden 0:1-Niederlage bei Rot-Weiss Essen den ersten von mehreren Dämpfern.

Das Remis gegen RWE war nicht der einzige Ausrutscher gegen einen der vermeintlich Kleineren der Liga. Bei Preußen Münster (1:1), beim SC Paderborn 07 (0:2), beim Euskirchener TSC (1:1) und auch im Rückspiel gegen RW Essen (1:1) bekleckerten sich die Königsblauen ebenfalls nicht mit Ruhm. Schon sehr früh wurde deutlich, dass die Schalker nicht mit Borussia Dortmund, dem amtierenden Deutschen Meister, mithalten könnten, was auch in den direkten Duellen zum Ausdruck kam (2:2, 0:3). Zur Winterpause klafften bereits zwölf Punkte zwischen beiden Teams. Am Ende waren es dann sogar 24.

Frühes Aus im Pokal

In der Abschlusstabelle landeten neben dem BVB auch Bayer 04 Leverkusen, der 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach vor den Schalker B-Junioren. Im Wettbewerb um den Westfalenpokal kamen sie ebenfalls nicht weit. Sie mussten bereits im Viertelfinale nach einer 1:2-Niederlage beim VfL Bochum die Segel streichen.

Trotzdem ging am Ende der Saison ein Titel nach Schalke, und zwar jener des Torschützenkönigs der West-Staffel. Felix Käfferbitz schoss sich dank seiner sechs Treffer zum Saisonabschluss gegen den Absteiger aus Euskirchen nach ganz oben und überholte mit seinen insgesamt 21 Treffern noch den Dortmunder Janni-Luca Serra und den Kölner Salih Özcan. Allerdings: Auch Felix Käfferbitz machte mal eine längere Durststrecke durch. Von Anfang Dezember bis Ende April ging er siebenmal in Folge völlig leer aus.

Nur ein echter Torjäger

„Einen zweiten Torjäger hatten wir leider nicht“, stellt Uwe Grauer bedauernd fest. „Das war eines der Probleme in der abgelaufenen Saison.“ Luke Hemmerich und Ryoya Ito reichten jeweils neun Treffer, um sich den zweiten Platz in der internen Schalker Torschützenliste hinter Felix Käfferbitz zu teilen.