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Nun beginnt nur noch die Zeit des Feintunings

22.04.2014 | 18:27 Uhr
Nun beginnt nur noch die Zeit des Feintunings
Beim zweiten Vivavest Marathon werden wieder Massen von Läufern sich durch das Ruhrgebiet bewegen.Foto: Kai Kitschenberg

Gelsenkirchen.   Sportmediziner Mirko Kuhn warnt knapp einen Monat vor Start des Vivawest Marathons eindringlich vor falschem Ehrgeiz

In knapp einem Monat ist es wieder so weit: Tausende Läufer wollen am Sonntag, 18. Mai, auf den Punkt fit sein – für die zweite Ausgabe des Vivawest-Marathons. Doch wer glaubt, sich auf den letzten Metern sich noch im Training die entscheidenden Impulse zur persönlichen Bestzeit geben zu können, der irrt.

Denn, so Sportmediziner Mirko Kuhn: „Die Grundlagen für den Marathon haben die Läufer im Idealfall bereits im vergangenen Winter gelegt.“ Jetzt gehe es nunmehr um das Feintuning: „Energie zu tanken ist ein wichtiger Teil des Trainingsprozesses, der gerade kurz vor dem Marathon häufig unterschätzt wird“, so der Mediziner.

Um die verdiente Belohnung in einem Monat nicht zu riskieren, rät der Orthopäde, dessen Praxis in der Altstadt nur wenige 100 Meter vom Startschuss entfernt liegt, jetzt zu gut dosiertem Training. Neben den Trainingsläufen sollte daher durchaus noch Ruhetage und welche mit regenerativen, also lockeren Dauerläufen eingestreut werden. Auch das Renntempo gehört wie auch Steigerungsläufe weiterhin dazu, wohlgemerkt aber mit jetzt verkürzter Streckenlänge.

Spätestens zwei Wochen vor dem Marathon sollte das „Abtrainieren“ beginnen, zunächst auf rund 50 bis 70 Prozent des gewohnten Programms, in der Wettkampfwoche sogar auf 30 Prozent. Kuhn: „Der Erfolg des Wettkampfes entscheidet sich oft in den letzten Tagen zuvor – und zwar durch bewusst gesetzte Trainingspausen.“ Diese seien nicht nur für den Körper gut, sondern dienten nach einer langen, intensiven Trainingsphase auch einer mentalen Regeneration.

Der Laufexperte warnt vor zuviel Anstrengung bis zum Startschuss: „Das kann die Leistung am Wettkampftag empfindlich beeinträchtigen. Es gilt, gut erholt am Start zu stehen.“ Wer mit dem Training zu weit im Rückstand sei, müsse Vernunft walten lassen und gegebenenfalls auf den Halbmarathon, die 10-km-Strecke oder mit Lauffreunden auf den Staffellauf umschwenken: „Andernfalls kann man sich eigentlich nur noch schaden.“

Gleiches gelte auch für übermäßigen Ehrgeiz bei jetzt auftretenden Verletzungen oder Überlastungen, so Kuhn: „Hier gilt es als erstes, die Diagnose zu sichern, um eventuell letzte Therapieversuche einzuleiten oder Trainingspläne umzustellen.“

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2014-04-22 18:27
Gelsenkirchen und Buer