Note 2 gibt es nur für Unnerstall
26.10.2011 | 21:35 Uhr 2011-10-26T21:35:00+0200
Karlsruhe.Einmal war Torjäger Klaas-Jan Huntelaar im DFB-Pokalspiel beim Zweitligisten Karlsruher SC zu sehen – und direkt traf er per Kopf zum 1:0. Am Ende gewann der FC Schalke 04 trotz einer schwachen Vorstellung noch mit 2:0 (0:0). Außer Klaas-Jan Huntelaar war nur Torwart Lars Unnerstall ein Gewinner bei den Königsblauen. Unsere Einzelkritik:
Lars Unnerstall: Der 21-Jährige hielt Schalke beim Stand von 0:0 mit einer großartigen Parade bei einem Freistoß von Delron Buckley im Spiel (77.). Schon vorher rettete er außerhalb des Strafraums stark. Glück hatte er in der elften Minute, als er Delron Buckleys Schuss noch gerade eben an die Latte lenken konnte. Note: 2
Benedikt Höwedes: Viele, viele, viele Ballkontakte auf der rechten Seite. Aber auch viele, viele, viele Querpässe. Versuchte sehr oft Doppelpässe mit Jefferson Farfán, kam aber nur einmal durch – und das nach einem Zuspiel von Raúl (65.). Vom Kapitän muss mehr kommen. Note: 4
Kyriakos Papadopoulos: Wenn der Ball bei Karlsruher Freistößen in den Strafraum flog – und das geschah ziemlich oft –, dann rettete meist der Grieche. Allerdings verursachte er auch einige dieser Freistöße, weil er sich nicht ganz so ins Getümmel stürzte wie sonst. Note: 4
Joel Matip: Vernünftiges Stellungsspiel, gewann die meisten Zweikämpfe und Kopfballduelle und war als einziger Schalker nach Standards im KSC-Strafraum halbwegs gefährlich. Zuerst scheiterte er zweimal (13./54.), dann erhöhte er auf 2:0 (83.). Minuspunkt: einige unnötige Fouls und (wie bei allen Schalkern) Fehlpässe. Note: 3
Christian Fuchs: 81 Minuten lang hatte der Österreicher eine sehr dürftige Bilanz in der Offensive – schlechte Flanken, schwache Standards. Dann flankte er aber butterweich auf Klaas-Jan Huntelaars Kopf – und das Pokalspiel war entschieden. In der Defensive wenig gefordert. Note: 3,5
Marco Höger (bis 53. Minute): Huub Stevens sieht den ehemaligen Aachener eher im Mittelfeld – das hatte der Trainer vor dem Spiel noch betont. Deshalb durfte Höger erstmals in dieser Saison auch auf der Sechs neben Jermaine Jones starten. Konnte seine Chance trotz zahlreicher Ballkontakte aber nicht nutzen. Note: 5
19. Huntelaar-Tor
Jermaine Jones: Nach wie vor gilt, dass Schalke mit Jermaine Jones deutlich besser steht und insgesamt stabiler wirkt. Allerdings spielte der 29-Jährige auch schon kompromissloser als am Mittwochabend. Seine Offensiv-Ideen waren teilweise grauenhaft. Spielte sogar unbedrängt Pässe ins Seitenaus. Note: 4
Jefferson Farfán: Am liebsten hätte er seinen 27. Geburtstag überall gefeiert – nur nicht in Karlsruhe. Denn dort traf er auf einen Verteidiger, der genauso schnell ist wie er. Weil er äußerst selten an Delron Buckley vorbeikam, gönnte er sich ein paar mehr Pausen als sonst. Je länger das Spiel dauerte, desto lustloser wirkte der Peruaner und desto weniger Respekt hatte der KSC. Als alles entschieden war, legte er per Freistoß immerhin Joel Matips 2:0 auf (83.). Note: 4
Raúl (bis 86. Minute): Ihm wollte gar nichts gelingen, ob er sich in der eigenen Hälfte den Ball holte – oder ob er am Strafraum angespielt wurde. Sein einziger wirklich schlauer Gedanke war dann ein Pass auf Benedikt Höwedes, der aber scheiterte (65.). Note: 4,5
José Manuel Jurado (bis 61. Minute): Der erkrankte Julian Draxler fehlte – deshalb sollte diesmal wieder der Spanier über die linke Seite wirbeln. Die Betonung liegt auf sollte, denn alles, was José Manuel Jurado zeigte, waren ein paar kleine gelungene Tricks. Effektivität: null. War sauer, als er raus musste. Note: 5
Klaas-Jan Huntelaar: Ein einziger heller Moment genügte dem Niederländer, um das mehr als trübe Geschehen zu entscheiden. Erzielte per Kopf sein 19. Pflichtspieltor in dieser Saison. Note: 3
Lewis Holtby (ab 53. Minute): Bemüht, laufstark, die entscheidenden Akzente setzten aber andere Spieler. Note: 4
Jan Morávek (ab 61. Minute): ohne Note
Teemu Pukki (ab 86. Minute): ohne Note
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