Neuzugang Younes Belhanda soll auf Schalke sofort zünden

Younes Belhanda (links), hier im Duell mit dem Bielefelder Florian Dick
Younes Belhanda (links), hier im Duell mit dem Bielefelder Florian Dick
Foto: Bongarts/Getty Images
Was wir bereits wissen
  • Belhanda vor Debüt gegen Bremen.
  • Ersatz für Benedikt Höwedes gesucht.
  • Heldt erwartet engen Kampf um die Europa-Cup-Plätze.

Gelsenkirchen.. In den vergangenen Tagen beim Training hat André Breitenreiter gespürt, dass es jetzt endlich wieder losgeht. „Die Sinne sind deutlich geschärft“, sagt Schalkes Trainer voller Entschlossenheit. Nach drei Wochen Vorbereitung ist er davon überzeugt, dass Schalke bereit ist für den Rückrundenauftakt am Sonntag (17.30 Uhr) in der Arena gegen Werder Bremen: „Wenn wir mit Gier und einem guten Plan ins Spiel gehen, dann haben wir gute Chancen, um erfolgreich zu starten.“

Choupo-Moting und Schöpf sind noch angeschlagen

Um die Gier zu wecken, hatte Breitenreiter die Mannschaft zuletzt gekitzelt: Sogar Klaas-Jan Huntelaar kann sich nicht vollkommen sicher sein, ob er am Sonntag von Beginn an ran darf – schließlich brennt auch Franco Di Santo gegen seinen ehemaligen Verein auf einen Startelf-Einsatz. Die Aufstellung wird aber auch davon abhängen, in welcher Verfassung sich Eric Maxim Choupo-Moting nach überstandener Erkältung präsentiert. Und auch Neuzugang Alessandro Schöpf ist nach seiner Muskelverhärtung noch nicht wieder ganz im Vollbesitz seiner Kräfte.

Avdijaj Der zweite Neuzugang soll dagegen schon zünden. Von Younes Belhanda erhofft sich Schalke, dass er sich schnell an die Bundesliga gewöhnt. „Man merkt, dass er ein großartiger Fußballer ist, der seine Mitspieler gut einsetzen kann“, schwärmt Manager Horst Heldt: „Er kann den Unterschied ausmachen, weil ihm Sachen einfallen, die anderen nicht einfallen.“

Belhanda ist ein 25-Millionen-Mann

Heldt hat den marokkanischen Nationalspieler für die Rückrunde von Dynamo Kiew ausgeliehen – weil die Ukrainer einen Teil des Gehalts von Belhanda weiterzahlen, konnte Schalke den 25-Jährigen relativ günstig bekommen. An sich wird Belhanda von Kiew aber in einer Preiskategorie eingestuft, die für Schalke normalerweise unerschwinglich ist. Deswegen hat Heldt auch auf eine Kaufoption verzichtet: „Ich brauche keine Ausstiegsklausel für 25 Millionen – die bringt nichts, weil wir das eh nicht bezahlen könnten.“ In der Rückrunde kann Belhanda aber zeigen, was er wert ist. „Er wird Szenen haben, die uns definitiv weiterhelfen werden“, prophezeit Heldt.

Gelsenkirchen. Das Ziel von Schalke ist es, in der Rückrunde mehr Punkte zu holen als in der Hinrunde (27) – wenn das gelingt, wähnt man sich gut im Rennen um einen Europapokalplatz. Heldt erwartet angesichts der Konkurrenz „ein Hauen und Stechen“: Zwischen Platz drei (direkte Qualifikation für die Champions League) und Platz sieben (kein sicherer Europacup-Rang) sind es nur sechs Punkte. Umso wichtiger wäre es da, gleich in die Spur zu kommen: „Wenn wir mit Siegen gegen Bremen und in Darmstadt starten könnten, hätten wir auch die nötige Lockerheit, um die nächsten Aufgaben anzugehen“, hofft Torwart Ralf Fährmann.

Breitenreiter rechnet mit einem schweren Spiel

Bremen ist da ein guter Gegner zum Start, denn gegen Werder hat Schalke seit elf Bundesligaspielen nicht mehr verloren – zum Saisonstart im August gelang ein 3:0-Sieg. Allerdings steht das W bei Werder auch immer für Wundertüte: Man weiß nie so genau, was drinsteckt.

Innenverteidiger „Immer wenn man die Bremer für tot erklärt, kommen sie wie aus der Pistole geschossen zurück“, warnt Heldt und erinnert daran, wie das Team von Viktor Skripnik vor Weihnachten mal eben im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach gewann. Auch Breitenreiter richtet sich auf ein hartes Stück Arbeit ein: „Für die Bremer geht es um den Klassenerhalt, die werden uns das Leben so schwer wie möglich machen.“ Doch wenn es nach seinem Plan läuft, dann hat Schalke am Sonntagabend drei Punkte mehr auf dem Konto.

Die Vorbereitung ist vorbei – dass nicht alles rund lief in den vergangenen Wochen, ist bekannt. Breitenreiter hat der Mannschaft vor allem eines zuletzt immer wieder eingehämmert: „Wir müssen mehr Tore schießen.“ Dann sollen sie mal loslegen, die Herren Huntelaar, Di Santo oder Belhanda.