Neuer Trainer – altes Leid
14.02.2010 | 20:44 Uhr 2010-02-14T20:44:00+0100
FC Schalke 04 II -
SC Preußen Münster
0:2 (0:1)
Für Michael Boris waren die tollen Tage bereits Samstag Nachmittag gelaufen: Der neue Trainer der Schalker Regionalligisten hatte sich sein Debüt anders vorgestellt als bei der enttäuschenden 0:2 (0:1)-Niederlage gegen Preußen Münster. Darum war sein Fazit mehr als ernüchternd: „Wir haben fünfeinhalb Wochen trainiert wie die Geisteskranken -- und das kommt dann dabei heraus.“
Aber auch der Mannschaft wird wohl in den nächsten Tagen der Spaß am Karneval vergehen: Boris kündigte intensives Zweikampftraining an, ehe es am Freitag zum Spitzenreiter nach Lotte geht. Neuer Trainer, neue Spieler – altes Leid: Kapitän Maurice Kühn sieht seit Anfang der Saison immer wieder denselben Film: „Es zieht sich wie ein roter Faden, ständig verlieren wir durch individuelle Fehler die Partie.“ Diesmal durfte sich Verteidiger Ebewa-Yam Mimbala angesprochen fühlen: Mit einer leichtsinnigen Aktion im schneebedeckten Strafraum gegen den fallerprobten Sercan Güvenisik verursachte er nach 35 Minuten einen Foul-Elfmeter, den Mehmet Kara verwandelte. Und direkt nach der Pause „klärte“ er einen Abwehrball direkt in die Mitte, in den Lauf von Marc-Andre Nimptsch, der aus 20 Metern die Vorlage herrlich verwandelte. 0:2 – Partie gelaufen.
Auf dem schneebedeckten Boden hatten beide Teams zum Start in die Rückrunde so ihre Probleme. Die Münsteraner in den ersten zehn Minuten, die Schalker über die ganze Spielzeit. Am verdienten Erfolg der Westfalen gab es nichts zu deuteln, ließen sie schon in der ersten Halbzeit zwei hundertprozentige Chancen aus kurzer Distanz ungenutzt. Das Halbzeit-Fazit der Gastgeber dagegen war vernichtend: „In der ersten Hälfte haben wir nicht stattgefunden, wenn man die Zweikämpfe nicht annimmt, kann man nichts holen“, so Michael Boris unmissverständlich.
Eine Enttäuschung für ihn war die Leistung der in der Winterpause geholten Manuel Glowacz, Gerrit Hermsen und Robert Stark. „Der Auftritt von Danny Latza hat mir gefallen, nach der Pause haben sich Bogdan Müller und Erwig gut bewegt, das zu den Neuzugängen“, meinte der Coach. Vor allem Robert Stark wurde auf der linken Abwehrseite vom besten Münsteraner, dem Ex-Schalker Julian Loose, wie ein „Schneehase“ vorgeführt.
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