Neuer beschert Schalke Millionen – zum letzten Mal

Gelsenkirchen..  Als der FC Bayern den FC Porto am Dienstagabend mit 6:1 aus dem Stadion fegte, saßen 11,23 Millionen Zuschauer erstaunt vor den TV-Bildschirmen. Die Verantwortlichen des FC Schalke 04 auch, und die freuten sich ganz besonders über den Erfolg der Bayern: Denn schon der Einzug der Münchener ins Halbfinale der Champions League beschert den Königsblauen eine lukrative Zusatzeinnahme.

22 Millionen Euro Ablöse

Immer noch geht es dabei um die Zusatzvereinbarungen beim Transfer von Manuel Neuer, die Schalkes Vorstände Horst Heldt und Peter Peters im Sommer 2011 mit Karl-Heinz Rummenigge, Karl Hopfner und Christian Nerlinger ausgehandelt hatten („Da hatten wir einen guten Tag“). Erfolgsprämien gibt es in der Bundesliga und im DFB-Pokal für den Titelgewinn, in der Champions League müssen die Bayern aber bereits für den Halbfinaleinzug eine Prämie an Schalke zahlen. Die feste Ablösesumme betrug 22 Millionen Euro, vor dem Beginn der aktuellen Saison war sie nach WAZ-Informationen bereits auf über 30 Millionen Euro angestiegen. Nun kommen weitere Millionen hinzu.

„Wenn man selbst nicht den Titel holt, dann bitte der FC Bayern“, sagt Horst Heldt immer wieder. Aufsichtsratschef Clemens Tönnies sagte einmal der „Sport Bild“: „Ich drücke dem FC Bayern die Daumen, schließlich klingelt es bei einem Sieg nicht nur in der Kasse der Münchener.“ Einziger Wermutstropfen: Die Vereinbarung läuft nach dieser Saison aus – derzeit fließen also gerade die letzten Neuer-Millionen.

Der Nationaltorwart war 2011 zu den Bayern gewechselt. Seitdem wurde Neuer mit den Münchenern bisher zweimal Meister, einmal DFB-Pokalsieger und gewann 2013 die Champions League. Ins Halbfinale zogen die Bayern mit Torwart Neuer immer ein.