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Mit Ruhe zum Herren-Titel

01.07.2012 | 19:44 Uhr
Mit Ruhe zum Herren-Titel
Neuer Gelsenkirchener Stadtmeister: Felix Ruhe vom TC Rechen. Foto: Martin Möller

Buer.  Felix Ruhe vom TC Rechen holt sich bei den Offenen Tennis-Stadtmeisterschaften den Titel. Endspiel-Sieg über Philipp Müller von SW Marl. Daniela Löchter von GW Wanne setzt sich im Damen-Finale gegen Karina Geeven von der Recklinghäuser TG durch.

Sonnenschein am Finaltag, eine voll besetzte Terrasse nebst Zuschauerrängen – die Offenen Tennis-Stadtmeisterschaften des TC Buer erlebten einen würdigen Rahmen zu den Endspielen. Und, entgegen allen Unkenrufen, mit ansprechender Resonanz bei den heimischen Klubs. 13 Gelsenkirchener Vereine beteiligten sich an dem hochklassig besetzten LK-Turnier, von insgesamt 387 Meldungen entfielen 217 auf die hiesigen Tennis-Cracks. „Wir sind froh, dass unser Turnier so gut angenommen wird“, freute sich Hermann Maas, Vorsitzender des TC Buer, über den Zuspruch auch der auswärtigen Gäste.

Die, gerade in den offenen Klassen, die Titel erwartungsgemäß abräumten. Den Anfang auf dem Center Court machte Felix Ruhe (TC Rechen im Wiesenthal), der sich die Krone bei den Herren holte. Nach anfänglich unsicherem Beginn auf beiden Seiten mit vielen leichten Fehlern war gegen Endspielgegner Philipp Müller (SW Marl) dann doch der Name sein Programm: Ruhe siegte mit 6:1, 6:3 und liegt im internen Duell der beiden nun wieder knapp vorne. „Hauptsache, gewonnen“, so das Fazit von Felix Ruhe, der nebenbei die Familienehre rettete: Vater Andreas musste sein Viertelfinale bei den Herren 50 verletzt aufgeben.

Sehr verbissen wurde das Endspiel bei den Damen geführt: Karina Geeven (Recklinghäuser TG) und Daniela Löchter (GW Herne) schenkten sich nichts, bei einem strittigen Ball im ersten Satz bei 5:4-Führung Geevens musste gar Detlev Fischer als Oberschiedsrichter fungieren und einen Ballabdruck auf dem Platz beurteilen. Der Satz ging prompt noch mit 7:5 an Löchter. Die agierte mit zunehmender Spielzeit strategisch: Geplagt von einer Achillessehnen-Verletzung ließ sie beim 1:4-Rückstand den zweiten Satz laufen, um sich ganz auf den Matchtiebreak zu konzentrieren. Mit Erfolg: Dieser ging mit 10:2 deutlich an die gebürtige Gelsenkirchenerin, die mit Mondbällen ihre Kontrahentin zur Verzweiflung trieb und zu Doppelfehlern provozierte. „Die anderen sind doch 15 Jahre jünger, da muss man sich was einfallen lassen“, schmunzelte sie nach dem Sieg der Routine über jugendlichen Sturm und Drang.

Zum großen Favoritensterben kam es im Herren-30-Wettbewerb. Für die Gesetzten war spätestens im Halbfinale Endstation: Für den favorisierten Bueraner Mark Nienhaus, dessen Akku nach vier Spieltagen in Folge aufgebraucht war, kam gegen Christian Monreal (Lüner SV) das Aus. Monreal räumte nach der Nummer zwei auch die Nummer drei mit 4:6, 7:6, 10:4 aus dem Feld. Der zweite Favoritenschreck war Markus Hartwig. Der Marathon-Mann aus Erkenschwick hatte am Freitag schon den ersten Satz mit 6:1 gegen den Top-Gesetzten Maik Kreuz (TC Buer) gewonnen, in der Fortsetzung gelang ihm nach verlorenem zweiten Satz (1:6) mit 10:8 im Matchtiebreak die Riesen-Überraschung, wobei Kreuz eine 7:3-Führung nicht zum Sieg reichte. Im Finale dann setzte sich wieder die bessere Beinarbeit durch, auch hier behielt Laufwunder Hartwig mit 6:4, 6:2 die Oberhand.

Ein weiteres Lehrstück gab es auf dem Center Court im Endspiel der Herren 50 zu bewundern: Helmut Sommerfeld, eigentlich Regionalliga-Spieler des Herren-60-Teams der TIG Essen, trieb als „lebende“ Tenniswand trotz seines unorthodoxen Schaufel-Aufschlags seinen Kontrahenten Peter Schürholz (TC Buer) immer wieder zur Verzweiflung. Es war das alte Spiel vom Hasen und vom Igel: Was Schürholz bei seiner 1:6, 4:6-Niederlage auch an Treibschlägen auspackte – der Ältere war schon da...

Ralf Wilhelm



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