Mike Neumann führt Resse zum Sieg

Viktoria-Kapitän Mike Neumann (Nr. 9) feiert mit seiner Mannschaft den Sieg beim 31. Karl-Sewtz-Turnier.
Viktoria-Kapitän Mike Neumann (Nr. 9) feiert mit seiner Mannschaft den Sieg beim 31. Karl-Sewtz-Turnier.
Foto: Michael Korte
Der Routinier war der uneingeschränkte Leader einer sehr jungen Resser Mannschaft, die ihren Titel beim 31. Karl-Sewtz-Turnier in der Halle an der Mühlbachstraße erfolgreich verteidigt.

Erle..  Ein neuer Pokal, aber der alte Sieger. Nach mehr als zehn Jahren hatte die bisherige Trophäe für den Gewinner des Karl-Sewtz-Hallenfußball-Turniers arg zerbeult ausgedient. Der erste Spieler, der den nagelneuen Pokal in Empfang nehmen durfte, war gleichzeitig auch der beste bei der 31. Austragung des traditionsreichen Turniers vor mehr als 400 Zuschauern in der Sporthalle an der Mühlbachstraße: Mike Neumann von Viktoria Resse. Gemeinsam mit seinen Kollegen vom Bezirksliga-Tabellenführer verteidigte er durch ein 3:1 im Finale gegen die Bottroper Überraschungsmannschaft VfR Ebel den im Vorjahr errungenen Titel.

Dass sich die Resser auch diesmal wieder die Prämie von 350 Euro einstreichen durften, war so selbstverständlich nicht. Immerhin gehörten mit dem Oberligisten SV Zweckel sowie den Landesligisten SV Sodingen und YEG Hassel auch drei höherklassige Teams zum Feld der zwölf Teilnehmer. Außerdem traten die Resser in Erle mit einer sehr jungen Mannschaft an, die fast ausschließlich aus Spielern des 1995er Jahrgangs bestand – und mit dem routinierten Mike Neumann ihren uneingeschränkten Leader hatte.

Der 30-Jährige, früher für den SC Hassel in der Oberliga aktiv, war es auch, der im Finale den Weg zum Sieg ebnete. Er traf in der ersten und in der dritten Minute zum 1:0 und zum 2:0. Der Gast aus Bottrop kam zwar noch einmal auf einen Treffer heran, aber Hendrik Baudler beseitigte mit seinem Treffer zum 3:1 in der Schlussminute die letzten Zweifel an der verdienten Resser Titelverteidigung.

„Wir sind sehr zufrieden, wie sich die jungen Burschen geschlagen haben“, meinte Resses Sportlicher Leiter Peter Colmsee, der die Mannschaft in Erle coachte. Frank Conradi, der eigentliche Trainer, nahm zur gleichen Zeit mit einem anderen Teil der Mannschaft an einem weiteren Hallenturnier in Dülmen teil und wurde dort hinter dem SC Hassel Zweiter.

Am meisten zu knacken hatten die Resser im Halbfinale gegen den Landesligisten YEG Hassel. Sie setzten sich erst nach einem Neunmeterschießen mit 5:4 durch. Nach der regulären Spielzeit von 15 Minuten hatte es 1:1 nach Toren von Dennis Furgoll für die Viktoria und von Torhüter Hikmet Öztürk für YEG gestanden. „Neunmeterschießen hat immer etwas mit Glück zu tun. Das hatten wir leider nicht, aber trotzdem hat uns dieses Turnier viel Spaß bereitet“, meinte Hassels Trainer Halit Hoyladi, der einige Spieler schonte.

Für die Überraschung aus Gelsenkirchener Sicht sorgte Teutonia Schalke. Der Kreis-A-Ligist verpackte die 0:4-Startniederlage gegen Eintracht Erle sehr gut und machte mit zwei Paukenschlägen auf sich aufmerksam. Die Schalker siegten in der Gruppenphase mit 4:3 gegen YEG Hassel und warfen im Viertelfinale den Ausrichter Erler SV 08 mit 2:0 aus dem Turnier. „Zum Schluss hat allerdings die Kraft gefehlt“, meinte Trainer Michael Steinhüser nach der 0:4-Klatsche im Halbfinale gegen den VfR Ebel.

Der früh ausgeschiedene Erler SV 08 konnte sich damit trösten, als Ausrichter einen guten Umsatz gemacht zu haben. „Wir haben alles verkauft“, meinte Vorsitzender Ralf Hirnstein mit einem Blick auf die leer gefegten Getränke- und Essenstände. Besonders gut ging Mett: Es war bereits mehr als zwei Stunden vor dem Finale vergriffen. „Dass wir im Viertelfinale gegen Teutonia Schalke verloren haben, musste nicht sein“, meinte der Klub-Chef. „Aber unter dem Strich sind wir mit dem Turnier auch diesmal wieder sehr zufrieden.“