Max Meyer duckt sich weg

Gelsenkirchen..  Beim EM-Aus der deutschen U-21-Nationalmannschaft am Samstag gegen Portugal (0:5) gab es in der zweiten Halbzeit eine Szene, in der Schalkes Max Meyer eine denkbar unglückliche Figur abgab: Meyer stand in einer Zwei-Mann-Mauer, um einen Freistoß von der halblinken Seite abzuwehren, und der Ball wäre genau auf ihn gekommen, wenn er sich nicht rechtzeitig weggeduckt hätte. Die Szene war nicht nur bezeichnend für das Spiel der deutschen Elf an diesem Tag, sondern auch für die Turnierleistung von Max Meyer: Der 19-Jährige knüpfte auch in der Nationalmannschaft an die schwachen Vorstellungen an, die er auf Schalke in der Rückrunde geboten hatte. Es wird auch für Schalkes neuen Trainer Andre Breitenreiter eine große Aufgabe, den hochtalentierten Spielmacher wieder in die Verfassung zu bringen, in der er bis vor einem Dreivierteljahr war.

Dabei spürte Meyer bei der U-21-EM das Vertrauen von Trainer Horst Hrubesch: In den drei Gruppenspielen stand er jeweils in der Start-Elf, erst im Halbfinale saß er zunächst auf der Bank und wurde zur zweiten Halbzeit eingewechselt. Anstelle von Meyer begann gegen Portugal der künftige Schalker Johannes Geis: Der 22-Jährige startete verhalten, steigerte sich nach 25 Minuten etwas – und wurde dann zur Pause gegen Meyer wieder ausgewechselt.

Während für Meyer und Geis damit die U-21-EM beendet ist, geht für Jefferson Farfan mit Peru die Copa América noch eine Woche weiter: Nach dem 3:1-Sieg im Viertelfinale gegen Bolivien treffen die Peruaner im Halbfinale auf Gastgeber Chile. Und da bei der Copa América auch das Spiel um Platz drei ausgetragen wird, steht schon jetzt fest, dass Farfan noch bis zum nächsten Wochenende im Turnier verbleiben wird, ehe er seinen Urlaub antreten kann.