Marco Fobo verdient den Fair-Play-Preis

Erle..  Zu einer bemerkenswerten Szene kam es am vergangenen Sonntag im Derby der Fußball-Kreisliga A zwischen dem Tabellenführer Erler SV 08 und Eintracht Erle. Es lief lange Zeit nicht gut für den noch ungeschlagenen Gastgeber, was 08-Torjäger Marco Fobo jedoch nicht davon abhielt, sportliche Fairness zu zeigen.

Bis zur 76. Minute lag der ESV 08 überraschend mit 0:2 zurück. Arne Hackmann war zudem mit einem umstrittenen Handelfmeter an Eintrachts Schlussmann Maciej Zengerski gescheitert. In der zweiten Halbzeit zeigte Schiedsrichter Stefan Florian nach einer Aktion gegen Marco Fobo zum Entsetzen der Eintracht ein zweites Mal auf den Punkt. Aber der scheinbar Gefoulte, der in dieser Saison bereits 13-mal für den Erler SV 08 eingenetzt hat, bewies Größe und machte den Unparteiischen darauf aufmerksam, dass er nicht elfmeterreif gefoult wurde. Stefan Florian nahm seine Entscheidung daraufhin zurück.

Anerkennung auch von Harelik

Obwohl er seiner Mannschaft damit die Möglichkeit nahm, einen Treffer zu erzielen, ging die Partie für sie noch halbwegs gut aus. Die Null-Achter machten nach Treffern von Chris Sallatzkat und Chris-Marvin Hegemann aus dem 0:2 immerhin ein 2:2 und verteidigten somit ihren Nimbus der Unbesiegbarkeit. Die Aktion von Marco Fobo nötigte auch Eintrachts Trainer Ludwik Harelik großen Respekt ab. „Das macht nicht jeder“, teilte er mit. „Das alles erinnerte mich an eine Szene vor einem Jahr, als unser Sebastian Engel im Spiel gegen die Sportfreunde 07/12 ähnlich reagiert hat.“