Manuela Barke in der Form ihres Lebens

Erfolgreiches Ehepaar: Manuela Barke gewinnt dreimal Gold und einmal Silber, Wolf Barke Silber und Bronze bei den Westfalenmeisterschaften.
Erfolgreiches Ehepaar: Manuela Barke gewinnt dreimal Gold und einmal Silber, Wolf Barke Silber und Bronze bei den Westfalenmeisterschaften.
Foto: BCS
Was wir bereits wissen
Die Spielerin des BC Schalke Gelsenkirchen gewinnt erneut zwei Goldmedaillen bei den Westfalenmeisterschaften und qualifiziert sich in allen Disziplinen für die Deutschen Meisterschaften.

Herne/Bielefeld..  Was wäre eigentliche eine Deutsche Meisterschaft ohne Manuela Barke? Bereits zum siebten Mal seit 2009 wird die Poolbillardspielerin des BC Schalke Gelsenkirchen im November an den nationalen Titelkämpfen teilnehmen. Dass es wieder für eine Qualifikation gereicht hat, liegt an ihrer hervorragenden Form, die sie an den vergangenen beiden Wochenenden unterstrichen hatte.

Denn bei den Westfalenmeisterschaften gewann sie drei Goldmedaillen und zudem noch einmal Silber. Besser geht es fast nicht. Nach ihrem ersten Platz im 10-Ball und dem zweiten Rang im 8-Ball vor gut einer Woche wurde die 46-Jährige am vergangenen Wochenende nun nochmal Erste im 14.1 endlos und im 9-Ball.

Siege gegen Europameisterin

Dabei wurden ihr die Siege nicht einfach so geschenkt. Immerhin traf sie in den vier Endspielen dieser Disziplinen auf Susanne Wessel. Die Castrop-Rauxelerin wurde im vergangenen Jahr Europameisterin im 10-Ball der Senioren und gewann zudem noch zweimal Bronze im slowenischen Portoroz. Dreimal konnte Manuela Barke ihre Kontrahentin also bezwingen – keine so schlechte Bilanz.

„Ich bin sehr, sehr zufrieden und fühle mich spielerisch und vor allem mental so stark wie noch nie zuvor“, sagte Manuela Barke. Und auch ihr Ehemann Wolf Barke, der Vorsitzende des BC Schalke, sagt: „Die Titelchancen bei den Deutschen Meisterschaften sind so hoch wie noch nie.“

Ihre grandiose Form nicht nur in den vergangenen Tagen, sondern in der ganzen Saison lässt sich auch an einer Statistik beweisen. In der 10-Ball-Rangliste der Verbandsliga ließ sie alle männlichen Kollegen hinter sich und platzierte sich auf Rang eins. „Ich habe dieses Jahr einen Sprung gemacht. Das haben mir zwar vorher schon viele gesagt, aber nun empfinde ich das auch selber so“, sagt Manuela Barke. „Bis auf den einen Tag, an dem ich mich nicht so wohl gefühlt habe, habe ich den anderen keine Chance gelassen.“

Bei den Deutschen Meisterschaften wird also mit ihr zu rechnen sein. Genauso wie mit ihrem Ehemann? „Nein, da hole ich mir eine Lehrstunde ab“, sagt Wolf Barke, der sich mit Silber bei der Westfalenmeisterschaft im 14.1 der Senioren für die DM direkt qualifiziert hat. Zudem ist er im 10-Ball als Dritter in Westfalen erster Nachrücker bei der DM. Zwar begleitet Wolf Barke schon seit Jahr und Tag seine Frau zu den Meisterschaften und unterstützt sie, doch selbst aktiv dabei sein wird er erst zum zweiten Mal.

Bei der ersten Disziplin der Deutschen Meisterschaften dreht sich das nun um. Manuela kann Wolf am Billard anfeuern, denn die Disziplin 14.1 ist bei den Ladies ausgegliedert worden und wird später als Bundesmeisterschaft ausgetragen. Somit steigt sie erst später ins Turniergeschehen ein und hat Zeit, sich um ihren Mann zu kümmern. Doch schon ab dem dritten Tag der neuntägigen Veranstaltung geht es für sie dann nur noch um eins – endlich einmal einen Meistertitel nach Schalke zu holen.