Krasse Außenseiter bringen den Toto ins Wanken

Mister Bi (Nr. 12) siegte mit Andre Bakker vor Iron Stell (Nr. 8).
Mister Bi (Nr. 12) siegte mit Andre Bakker vor Iron Stell (Nr. 8).
Foto: Sabine Sexauer
Was wir bereits wissen
Es war zugegebenermaßen nicht leicht, am Freitag Abend Geld auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn zu verdienen. Wer aber das Glück hatte, eine Dreierwette in der richtigen Reihenfolge auf dem Tippschein zu haben, der durfte sich über zum Teil grandiose Quoten freuen.

Feldmark..  Es war zugegebenermaßen nicht leicht, am Freitag Abend Geld auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn zu verdienen. Wer aber das Glück hatte, eine Dreierwette in der richtigen Reihenfolge auf dem Tippschein zu haben, der durfte sich über zum Teil grandiose Quoten freuen.

Schon in der Auftaktprüfung zahlte der große Einlauf 22 178:10 Euro. Dafür verantwortlich war nicht unbedingt die Siegerin, denn Eivissa Pomponne mit Rick Wester konnte man noch „auf der Karte“ haben. Vielmehr machte der 1101:10-Außenseiter Yankee Way die Quote „fett“. Das Gespann hatte bis zuletzt um den Sieg gekämpft und musste sich im Ziel nur knapp geschlagen geben. Die haushohe Favoritin Piccolina Diamant kam hier nur auf Rang drei ein.

Gleich danach folgte die nächste Überraschung. Wieder setzte sich mit Dasmijn Medo (Cees Kamminga) eine durchaus wettbare Stute durch und abermals lief mit Chelsea Norg eine ganz „Krumme“ auf den Ehrenplatz. Die „Dreier“ wurde von Vivian Buster komplettiert und zahlte beachtliche 11 138:10 Euro.

Im anschließenden Viererwettrennen schlug die große Stunde von Mister Bi. In der Hand von Andre Bakker holte sich der Schützling von Arnold Mollema eingangs der ersten Überseite das Kommando und blieb dort bis ins Ziel. Zwar griff Iron Steel bis zum Schluss beherzt an, reichte an den 210:10-Außenseiter allerdings nicht mehr heran und musste sich vor Donehill und Himountain mit Rang zwei bescheiden. Diesen Rennausgang hatte kein Wetter auf dem Schein, weder die Dreier noch die Viererwette wurden getroffen, so dass Jackpots in beiden Wettarten zustande kamen.

Dass die Stallform bei Arnold Mollema an diesem Abend stand, bestätigte sich wenig später, als Andre Bakker mit Brixton sehr überzeugend gewann, obwohl sich dieser in der Startphase einen Fehler erlaubt hatte.

Nach diesem Favoritensieg folgte ein weiterer, der aber heiß umkämpft war. An der Spitze lieferten sich die beiden Favoriten Balastero As und der außen trabende Firefox BR ein heißes Duell, aus dem Letztgenannter als klarer Sieger hervor ging. Im letzten Bogen ging der von Jochen Holzschuh couragiert vorgetragene „Feuerfuchs“ nach vorne und kämpfte sich sicher gegen den auf den letzten Metern heran stürmenden Sean O’Malley ins Ziel. Für Jochen Holzschuh war dies bereits der fünfte Sieg in der noch jungen Gelsenkirchener Rennsaison.

Im Trotteur Francais-Rennen, das Pferden aus französischer Zucht vorbehalten war, punktete Age Posthumus mit Bonheur du Vivier, der sich nach früher Führung sicher gegen Billy du Vivier ins Ziel fightete.

In der Abschlussprüfung landete Ruud Pools mit Emotion Boshoeve seinen zweiten Treffer an diesem Abend. Zuvor hatte er, ebenfalls für Trainer Marcel Hauber, bereits mit Elaine Boshoeve gepunktet.