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FC Schalke 04 U 23

Keine Tore, aber gute Unterhaltung

07.10.2012 | 12:31 Uhr
Keine Tore, aber gute Unterhaltung
Nur die Faust ist zu erkennen, aber mit dieser bereinigt Schalkes Torwart Ferdinand Oswald in dieser Szene die Gefahr. Im Derby der Regionalliga trennten sich der FC Schalke 04 II und Rot-Weiss Essen 0:0.Foto: Michael Korte

Wanne-Eickel.   Nach der Gelb-Roten Karte gegen Dennis Erdmann verteidigt der FC Schalke 04 II in Unterzahl das 0:0 gegen Rot-Weiss Essen. „Ich bin zufrieden, aber wir können besser spielen“, sagt Bernhard Trares, der Train er der königsblauen U 23.

FC Schalke 04 II -
Rot-Weiss Essen 0:0

Tore: Fehlanzeige.

FC Schalke 04 II: Oswald - Langlitz, Sabah, Uaferro, Hertner - Klingenburg (71. Zander), Erdmann, Caillas, Max (46. Türpitz) - Torres, Biada (65. Pas. Schmidt).

Es fielen zwar keine Tore, aber die Partie zwischen den Fußballern des FC Schalke 04 II und von Rot-Weiss Essen lieferte den 2300 Zuschauern in der Wanne-Eickeler Mondpalast-Arena beste Unterhaltung. „Ich denke“, sagte auch RWE-Trainer Waldemar Wrobel nach dem 0:0, „dass wir insgesamt ein Regionalliga-Spiel der besseren Art gesehen haben.“ Okay: Es ist sicherlich zulässig, über Nuancen zu diskutieren. Aber letztlich war es auch ein gerechtes Ergebnis. „Ich bin zufrieden“, sagte Schalkes Coach Bernhard Trares, „aber wir können besser spielen.“

Zu diesen Nuancen gehört, dass die Essener mehr vom Spiel hatten, dass sie auch häufiger im Strafraum der königsblauen U 23 auftauchten als umgekehrt. Das war vor allem so in der letzten halben Stunde und nachdem Dennis Erdmann nach einem taktisch klugen Foul gegen den ehemaligen Schalker Kevin Pires-Rodrigues (69.) die Gelb-Rote Karte gesehen hatte.

„Aber“, sagte Bernhard Trares auch, „wir haben gut verteidigt und keine echte 100-prozentige Chance zugelassen.“ Eine vielleicht doch, nämlich in der 61. Minute. Da nämlich hatte Schalkes starker Torwart Ferdinand Oswald einen Fehler gemacht und den Ball mit seiner Faustabwehr genau vor die Füße von Kerim Avci gelegt. Den Schuss des Esseners klärte Alexander Langlitz dann auf der Linie.

Dass Ferdinand Oswald einen Tag nach seinem 22. Geburtstag gerade bei Essener Freistößen nicht nur einmal klasse pariert hatte, war für keinen der beiden Trainer eine Gesprächsnotiz wert. Vielmehr sagte Waldemar Wrobel, dass seine rot-weiße Mannschaft „in der letzten Aktion nicht zielstrebig genug und bei den Standards sehr schlampig gewesen ist“.

War’s auch schlampig, was Julius Biada in der 48. Minute machte? Nach einem Patzer von Essens Michael Laletin bediente Philip Türpitz, der nach der Pause für Philipp Max gekommen war, eben Julius Biada, der sich nur noch dem ehemaligen Schalker Dennis Lamczyk gegenübersah. Zwar lupfte er den Ball über den RWE-Keeper, allerdings auch übers Tor. „Das war eine 1000-prozentige Chance, die man machen muss. Da hätten wir zuschlagen müssen“, sagte Bernhard Trares zu dieser Szene, die gar nicht alle Besucher in der Mondpalast-Arena gesehen hatten. Einige nämlich vergnügten sich am Bierstand hinter der Haupttribüne und sangen „Mäusken, willze mit mich Eis essen gehn?“ – und nicht nur das.

Schiri Guido Winkmann überzeugt

Gesungen haben auch die Fans der Rot-Weißen. Pausenlos. So sorgten sie dafür, dass ihre Mannschaft auswärts ein Heimspiel hatte. Und in der Schlussphase hatten sie auch wieder die ganz große Hoffnung, alle drei Punkte mitzunehmen. Aber Ferdinand Oswald, der 2007 Deutscher B-Jugendmeister mit dem FC Bayern München war (1:0 im Finale gegen Borussia Dortmund), ließ sich nicht überwinden. Zumal seine Vorderleute rackerten und sich auch in Essener Schüsse warfen: erst Sebastian Hertner, dann Boné Uaferro.

Nachdem Bundesliga-Schiedsrichter Guido Winkmann aus Kerken Dennis Erdmann vom Platz gestellt hatte, stärkte Bernhard Trares, der dem überzeugenden Unparteiischen eine Top-Leistung bescheinigte, die Defensive und brachte Nils Zander für den offensiven René Klingenburg. „Nach der Gelb-Roten Karte war es schwierig“, sagte der Schalker Trainer. „Dann brauchst du den nötigen Kampfgeist, um nicht zu verlieren. Und den haben wir gezeigt.“

Andree Hagel



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