Kein Wunder vom Schollbruch

Sie haben sich gut gewehrt gegen den Favoriten Paderborn. Hier behauptet Horsts Enis Kamit den Ball gegen Paderborns Safet Abaz.
Sie haben sich gut gewehrt gegen den Favoriten Paderborn. Hier behauptet Horsts Enis Kamit den Ball gegen Paderborns Safet Abaz.
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Was wir bereits wissen
Das kleine Wunder vom Schollbruch, so hätte der Horster Trainer Johannes Spielhoff einen Sieg seiner Mannschaft gegen den SC Paderborn 07 bezeichnet, blieb aus. Die Null-Achter verloren im Achtelfinale des Westfalenpokals der Fußball-A-Junioren gegen den Nachwuchs des Bundesligisten mit 1:4 (1:1).

Horst..  Das kleine Wunder vom Schollbruch, so hätte der Horster Trainer Johannes Spielhoff einen Sieg seiner Mannschaft gegen den SC Paderborn 07 bezeichnet, blieb aus. Die Null-Achter verloren im Achtelfinale des Westfalenpokals der Fußball-A-Junioren gegen den Nachwuchs des Bundesligisten mit 1:4 (1:1) und kommen somit nicht in den Genuss, in der nächsten Runde gegen Borussia Dortmund antreten zu dürfen.

„Trotzdem bin ich sehr stolz auf die Jungs“, teilte Johannes Spielhoff nach der Partie mit. „Es war ein tolles Erlebnis. Die Paderborner haben zu Recht gewonnen, aber die Höhe der Niederlage haben wir nicht verdient. Es war ein schönes Spiel, in dem wir leider nicht das Quäntchen Glück hatten, das man im Pokal-Wettbewerb als Außenseiter benötigt.“

Marco Quattroventi fehlt mit Fieber

Der Tabellenzweite der Bezirksliga musste den Ausfall von gleich sieben Akteuren verkraften, unter anderem jenen von Marco Quattroventi, der wegen Fiebers nicht mitwirken durfte. Der talentierte Angreifer, der bereits den Sprung in die erste Herren-Mannschaft geschafft hat, war immerhin als moralische Unterstützung jenseits der Seitenlinie mit dabei.

„Ich hatte Angst, dass wir untergehen könnten. Aber das ist nicht passiert. Die Jungs, die statt der Ausfälle zum Einsatz kamen, haben ihre Sache richtig toll gemacht“, lobte Johannes Spielhoff. „Aber wenn man nicht seine beste Elf aufbieten kann, ist es schwierig, eine so starke Mannschaft wie Paderborn zu schlagen.“

Eine Pokal-Überraschung lag trotzdem lange Zeit durchaus im Bereich des Möglichen. Die vom ehemaligen Bundesliga-Fußballer Markus Feldhoff trainierten Gäste gingen nach einer halben Stunde durch Lukas Jostmann nach einer Ecke in Front, aber vier Minuten vor der Pause glich Enis Kamit nach einem Doppelpass mit Kutsal Türkel zum 1:1 aus.

Drei Tore in der Schlussphase

Der Spitzenreiter der Westfalenliga hatte nicht nur fußballerische Vorteile, sondern auch körperliche. Sie waren deutlich größer als die Horster Jungs und nutzten das vor allem in der Schlussphase, als ihnen drei weitere Tore gelangen. Martin Aciz traf zwölf Minuten vor dem Spielende zum 2:1, Tim Mannek erhöhte mit einem von Ahmet Peker verursachten Foulelfmeter auf 3:1 (84.) und Safet Abaz stellte nach einem Freistoß den 4:1-Endstand her (90.).

Johannes Spielhoff schickte das Häuflein seiner letzten Aufrechten nach der Partie in die Oster-Pause. Eine Woche lang sollen sie jetzt erst einmal ein bisschen Abstand vom Fußball gewinnen. „Danach beginnt die Vorbereitung auf die letzten sechs Spiele in der Meisterschaft, in denen es darum geht, möglichst den zweiten Platz zu verteidigen“, so der Horster Coach. Der Alltag geht für die Schwarz-Weißen am 19. April mit dem Auswärtsspiel beim Tabellendritten FC Brünninghausen weiter.