Kein guter Start für die Schwarz-Blauen

Jean-Luca Nüßgen holte in den ersten beiden Saisonspielen jeweils einen Punkt, zufrieden war der Horster Kapitän aber nicht.
Jean-Luca Nüßgen holte in den ersten beiden Saisonspielen jeweils einen Punkt, zufrieden war der Horster Kapitän aber nicht.
Foto: Thomas Schmidtke
Was wir bereits wissen
Die Horster verlieren zum Auftakt der Bundesliga-Saison beide Auswärtsspiele und finden sich am Ende der Tabelle wieder. 1:7 beim 1. SC Mayen-Koblenz und 3:5 bei Blackhole Ilmenau.

Gelsenkirchen..  Der Billard-Club Schwarz-Blau Horst-Emscher hat den Start in seine zweite Saison in der Snooker-Bundesliga verpatzt. Allerdings hatten die Horster auch kein leichtes Auftaktprogramm mit zwei schweren Auswärtspartien gegen zwei Aufsteiger. Beim 1. SC Mayen Koblenz verlor SB Horst mit 1:7, einen Tag später bei Blackhole Ilmenau mit 3:5.

In Vallendar im Landkreis Mayen-Koblenz trafen die Horster gleich auf einen Meisterschaftsfavoriten, da sich der Aufsteiger mit einer Reihe von Topspielern verstärkt hat. Wolfgang Scheder musste sich Deutschlands Nummer eins, Lukas Kleckers, nach nur einer Stunde mit 0:3 geschlagen geben. Für Mannschaftsneuling Marcel Beinhoff wurde es nicht unbedingt leichter, auch er verlor gegen den Deutschen Seniorenmeister Olaf Thode mit 0:3. Besser hingegen machte es Mannschaftskapitän Jean-Luca Nüßgen, der den Landesmeister aus Rheinland-Pfalz, Daniel Dück, nach 0:1-Rückstand noch mit 3:1 besiegte. Christian Prager hatte gegen Miro Popovic bei einer 2:1-Führung sogar den 2:2-Ausgleich für Horst vor Augen, verlor aber noch mit 2:3.

In Runde zwei machte Lukas Kleckers genau dort weiter, wo er aufgehört hatte, Jean-Luca Nüßgen konnte in den ersten beiden Frames genau vier Stöße spielen und es stand bereits 0:2. Schließlich verlor er mit 0:3. Kleckers krönte seine gute Leistung sogar mit einem Century Break von 104 Punkten. Für Christian Prager und Wolfgang Scheder lief es nicht viel besser. Beide verloren nach einem 1:1-Zwischenstand jeweils mit 1:3. In der letzten Partie von Marcel Beinhoff und Miro Popovic gab es dann nochmal ein Highlight. Popovic schaffte gleich im ersten Frame ein Century Break von 104 Punkten. Zwar schaffte Beinhoff auch hier den 1:1-Ausgleich mit einem Break von 43, musste sich aber letztendlich mit 1:3 geschlagen geben.

Knappe Frames in Thüringen

In Thüringen trafen die Horster auf den Meister der 2. Bundesliga Nord und damit auf einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Ein Unentschieden wäre sehr wichtig gewesen, doch am Ende mussten die Horster mit einer knappen, allerdings unnötigen Niederlage die Heimreise antreten.

Der Start verlief ähnlich schlecht wie einen Tag zuvor. Christian Prager hatte gegen Marco Weber keine Chance und verlor nach einer Stunde mit 0:3. Auch bei Marcel Beinhoff lief es gegen Florian Schmidt beim 0:3 nicht viel besser. Wolfgang Scheder spielte gegen den jungen Thomas Moritz seine ganze Erfahrung aus und verkürzte mit einem 3:1-Sieg für die Horster. Jean-Luca Nüßgen kassierte dagegen ein 1:3 gegen Paul Nicolas Schmidt, „eine sehr unnötige Niederlage, die so nicht passieren darf“, wie der Horster Kapitän später sagte.

In der zweiten Runde kämpften sich die Schwarz-Blauen aber noch einmal heran. Christian Prager gewann mit 3:1 gegen Schmidt und auch „Jonny“ Nüßgen siegte nach einer Leistungssteigerung mit 3:2 gegen Marco Weber – der 3:3-Ausgleich war geschafft. Zwei Partien waren noch offen, bei Marcel Beinhoff und Wolfgang Scheder stand es jeweils 2:2, es war also noch alles drin von einem Sieg bis zu einer Niederlage. Scheder musste sich schließlich beim Spiel auf die letzten Farben geschlagen geben. Ähnlich lief es bei Beinhoff, er verlor auf die letzte schwarze Kugel mit 2:3.

„Mich persönlich hat es sehr gefreut mit den Jungs spielen zu können, dass macht echt Spaß. Ich konnte mich von Match zu Match steigern, mit mehr Training wird in Zukunft auf jeden Fall auch noch mehr drin sein. Natürlich war die Niederlage heute sehr ärgerlich, es war viel mehr drin, an einem guten Tag gehen wir hier als Sieger nach Hause“, sagte Marcel Beinhoff nach seinem Bundesliga-Debüt.