Kein Arena-Effekt

Schalkes Pascal Itter (li.) spielte gegen die Sportfreunde Siegen auf der
Schalkes Pascal Itter (li.) spielte gegen die Sportfreunde Siegen auf der
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Schalkes U23 kommt gegen die Sportfreunde Siegen nicht über ein 1:1 hinaus. Das Gegentor fällt trotz Überzahl kurz vor Schluss.

Gelsenkirchen..  Die Veltins-Arena sollte vor allem bei den Schalkern für Extramotivation im Abstiegskampf sorgen. „Das ist doch der Ort, wo unsere Spieler dauerhaft hinwollen“, hatte Schalkes Cheftrainer Jürgen Luginger im Vorfeld gesagt. Doch nach diesem mageren 1:1 bleibt festzuhalten: Der Arena-Effekt blieb aus. Schalke lieferte Fußball zum Abgewöhnen.

1400 Zuschauer kamen am Sonntag zum Kellerduell gegen die Sportfreunde Siegen in die Veltins- Arena, rund 200 Fans waren aus Siegen mitgereist. Die Schalke-Fans hatten im Unterrang der Haupttribüne ihre Plätze und waren nicht abgeneigt, die Schalker lautstark zu unterstützen. Aber auch sie wunderten sich über dieses schwache Niveau.

Es wäre unfair, den Schalkern den Willen abzusprechen, doch spielerisch war das alles andere als regionalligatauglich. Erschreckend, wie Spielmacher Thomas Rathgeber in der ersten Halbzeit ständig das Tempo aus dem Spiel nahm. Die besten Aktionen in Durchgang eins hatte noch Florian Pick auf der linken Seite, doch spätestens beim zweiten Gegenspieler war auch für ihn Endstation.

Marcel Sobottka spielt solide

In der Schalker Startelf standen vier Spieler, die Roberto Di Matteo im Januar mit ins Trainingslager der Profis nach Katar genommen hatte. Doch Marvin Friedrich und Julian Wolff in der Innenverteidigung setzten ebenso wenig Akzente wie Axel Borgmann auf der linken Abwehrseite. Marcel Sobottka, den Manager Horst Heldt als Gewinner des Trainingslagers kürte, spielte im defensiven Mittelfeld solide. Doch mehr eben auch nicht. Von der Bundesliga scheint das U23-Quartett derzeit weit entfernt zu sein.

In der 42. Spielminute ging Schalke in Führung. Axel Borgmann hatte einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld vor das Tor gebracht, von Siegens Torwart Dominik Poremba sprang der Ball ins Tor. Ein kurioses Eigentor. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild: Die Schalker hatten zwar mehr Spielanteile, doch richtig zwingend waren sie nicht. Gerald Asamoah stieg nach einer Flanke von Pascal Itter hoch, traf den Ball aber nicht richtig.

Nach einer knappen Stunde war Siegen nur noch zu zehnt. Ali Ibrahimaj holte Schalkes-Kapitän Moritz Fritz von den Beinen, Schiedsrichter Bastian Börner zeigte die Rote Karte. Eine vertretbare Entscheidung.

Für Wirbel im Schalker Spieler sorgte der eingewechselte Serkan Göcer, der in der 71. Minute mit einem Schuss und vier Minuten später mit einem Kopfball scheiterte. Auch Marvin Friedrich vergab eine Riesenmöglichkeit.

Als sich die Zuschauer schon auf den Heimweg machten, wurde es noch einmal laut in der Arena. Der eingewechselte Ryo Kato knallte den Ball drei Minuten vor dem Abpfiff zum Ausgleich unter die Latte.