Kaysers trifft in letzter Sekunde zum Sieg

Hattingen..  Dank eines Treffers von Patrick Kaysers unmittelbar vor dem Spielende setzten sich die Bezirksliga-Handballer der HSG Gelsenkirchen bei der DJK Westfalia Welper mit 29:28 (13:10) durch.

Der gastgebende Tabellenletzte hatte drei Spieler aus der Erstvertretung freigespielt, um zum Schlussspurt der Saison anzusetzen. Entsprechend gallig präsentierten sich die Gastgeber von Beginn an und in der kleinen emotionsgeladenen Halle wurde um jeden Millimeter gekämpft. Angeführt von einem Sicherheit gebenden Fabian Urban im Tor konnte sich die HSG dem Gegner erwehren und ging mit einer knappen Führung in die Pause.

Wissend um die letzte Chance, den Abstieg zu vermeiden, kam Welper aus der Kabine. Mitte der zweiten Halbzeit stand es 23:20 für die Gastgeber, als die HSG ihren Kapitän Jannis Erdmann mit Nasenbeinbruch verlor. Sich für das Foul in Form eines Punktgewinns revanchieren zu wollen, startete die HSG zur Aufholjagd und kam auch verdient zum 25:25 kurz vor Spielende.

Aufgrund zweier Zeitstrafen hintereinander spielte man die letzten vier Minuten in Unterzahl, glich immer wieder, angetrieben vom überragenden Patrick Kaysers, der insgesamt 14 Treffer erzielte, aus und hoffte, das Unentschieden 45 Sekunden vor Schluss bei Ballbesitz Welper zu verteidigen.

Was dann kam konnte kein Krimiautor besser planen. Statt die Überzahl nach dem Team-Time-out bis zuletzt auszuspielen, verwarf der starke Rückraum von Welper zehn Sekunden vor Schluss, die HSG holte vorne einen direkten Freiwurf in 15 Metern Entfernung zum Tor und Patrick Kaysers netzte diesen Freiwurf oben rechts unhaltbar ein – ein Traumtor zum Sieg für die HSG.