Jetzt fehlt nur noch ein Sieg

Augen zu und durch: In dieser Szene duellieren sich Waltrops Jan Schulze und Resses Matthias Potthoff beim Kopfball.
Augen zu und durch: In dieser Szene duellieren sich Waltrops Jan Schulze und Resses Matthias Potthoff beim Kopfball.
Foto: Ralph Bodemer
Viktoria Resse setzt sich im ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Landesliga verdient mit 2:0 gegen Teutonia SuS Waltrop durch. Sonntag gegen Westfalia Rhynern II.

Datteln..  Der Fanbus der Resser hatte direkt vor dem Haupteingang des Ostringstadions geparkt. Die Zuschauer, die mit dem Auto nach Datteln gereist waren, parkten auf dem Ascheplatz, auf dem sonst Germania Datteln um Punkte spielt. Rund 700 Zuschauer waren gestern Abend zum ersten Relegationsspiel um den Aufstieg in die Landesliga gekommen, das Viktoria Resse mit 2:0 gegen Teutonia SuS Waltrop gewann. Der Vizemeister der Bezirksliga 11 besiegte den Vize der Bezirksliga 9. Ein Sieg am Sonntag gegen Westfalia Rhynern II, der sich mit 2:1 gegen Wethmar durchsetzte, – und Resse ist doch Landesligist.

Es war ein hochverdienter Sieg der Mannschaft von Trainer Frank Conradi, der nach dem Spiel sagte: „Wir haben das Klasse gemacht. Ich hoffe jetzt, dass wir unsere Leistungsschwankungen ablegen und auch am Sonntag ein gutes Spiel machen.“ In den ersten zehn Minuten war Teutonia Waltrop die aktivere Mannschaft, danach spielte nur noch Resse. Kevin Schäfer und Stefan Colmsee vergaben die ersten guten Chancen. Warum der Schiedsrichter nach 25 Minuten nicht auf Vorteil entschied, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Schäfer erlief einen tollen Pass von Kapitän Mike Neumann und traf. Doch Tim Zahnhausen hatte zuvor auf Foulspiel an Resses Stürmer David Schulz entschieden. Ärgerlich. Die Viktoria wurde immer dann gefährlich, wenn sie den Ball flach hielt und ein Kurzpassspiel aufzog. Gegen die groß gewachsene und robuste Waltroper Abwehr waren lange Bälle keine gute Idee.

Dreimal Aluminium in Halbzeit eins

Resse hatte weitere gute Chancen, richtig gute sogar. Zwischen der 30. und 45. Minute traf die Conradi-Elf dreimal Aluminium. Zunächst dreht der starke Kevin Schäfer eine Ecke auf die Latte, danach traf Stefan Colmsee nach einem satten Linksschuss den rechten Torpfosten. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit köpfte dann noch Matthias Potthoff an den Innenpfosten.

Auch nach dem Seitenwechsel spielte nur eine Mannschaft, die von Viktoria Resse. Raphael Bauer vergab nach 53 Minuten die nächste Riesenchance. Nach einem Eckball von Schäfer stieg der Innenverteidiger hoch und köpfte den Ball wuchtig aufs Tor, ein Waltroper stand auf der Linie und klärte.

Nach einer Stunde dann die große Erlösung. Schäfer setzte sich über die linke Seite durch, passte den Ball nach innen, wo Marc Butowski lauerte und zum 1:0 einschob. Von Waltrop kam nichts. Nach 77 Minuten musste Resse wechseln, Torwart Kingsly Moses war zum zweiten Mal wegen Krämpfen zu Boden gegangen. Michael Gurzan kam nach einer gut zehnminütigen Unterbrechung ins Spiel.

Jetzt wurde es ruppig, den Waltropern fehlten schlicht die spielerischen Mittel, um die in allen Belangen besseren Resser in Bedrängnis zu bringen. Das 2:0 für Resse in der 95. Minute war hochverdient. Einen klasse Pass von Colmsee erlief abermals Schäfer. Der Stürmer spielte quer auf Neumann, der noch einen Verteidiger aussteigen ließ und dann einschob. Bitter, dass Waltrops Nick Beckmann Schäfer bei dieser Aktion derart rüde weggrätschte, dass er nicht mehr weiterspielen konnte und lange behandelt werden musste. Es nicht danach aus, dass Schäfer am Sonntag einsatzfähig ist.