In starker Form
01.02.2012 | 18:19 Uhr 2012-02-01T18:19:00+0100
Schalke. 2. Bundesliga West: Damen und Herren der Startgemeinschaft überzeugen beim Vorkampf im Zentralbad
Am Donnerstag vergangener Woche erreichte Stephan Wittky, sportlicher Leiter der SG Gelsenkirchen, die Nachricht, dass mit Lukas Hermeler ein Schwimmer für die nächsten Wochen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung steht, auf den er auch die Hoffnungen gesetzt hatte, bei den diesjährigen Deutschen Mannschaftsmeisterschaften den Weg in die Spitzenregion der 2. Bundesliga West ein Stück weiter zu gehen.
Der Trainer des A-Kaders musste auf vielen Strecken die Mannschaft umbauen, aber aufkommende Zweifel wurden schnell verworfen. Denn das Team präsentierte sich trotz einiger Hürden in der Wettkampfvorbereitung in starker Form. 21 151 Punkte sammelten die acht Herren im Wettkampfbecken des Zentralbads und landeten damit auf dem respektablen dritten Platz in der Vorrunde. Nur die SG Essen und die Telekom Post SG Köln heimsten mehr Punkte ein.
Mirko Ewald nimmt Wittenbrink Rekord ab
Aus der geschlossen guten Mannschaftsleistung ist Mirko Ewald besonders hervorzuheben. Er erzielte auf allen fünf Strecken neue Bestmarken. Über 100 Meter Freistil unterbot er mit 50,91 Sekunden die Marke von 51 Sekunden. Im Sprint über 50 Meter Freistil nahm er seinem Teamkollegen Christian Wittenbrink in 23,20 Sekunden den Bezirksrekord ab. Aber auch auf den Bruststrecken zeigte Ewald ungeahnte Stärken. So verpasste er über 100 Meter in glänzenden 1:04,73 Minuten nur denkbar knapp einen neuen Bezirksrekord. In starker Verfassung zeigte sich Lars Klaphecke über 200 und noch mehr über 400 Meter Freistil. Hier setzte er in 4:07,58 Minuten ein Ausrufezeichen.
Nahezu genauso erfreulich fiel die Bilanz bei den Damen aus. Mit 20 541 Punkten landete die Startgemeinschaft hinter der Telekom Post SG Köln, der SG Essen und der SG Ruhr auf Platz vier. Die meisten Punkte steuerte Mariella Ewald bei. Bei ihren fünf Starts hinterließ sie in 1:04,37 Minuten über 100 Meter Rücken den stärksten Eindruck. Annalena Felker setzte den Glanzpunkt über 100 Meter Brust. Dort schlug sie nach nur 1:11,16 Minuten an. Weitere persönliche Rekorde gelangen über 200 Meter Schmetterling und 400 Meter Lagen.
Einen Tag später fand dann im Zentralbad im Becken A die Bezirksliga mit 12 Mannschaften und im Becken B parallel die Bezirksklasse mit 24 Mannschaften statt – im Schwimmbezirk Nordwestfalen bietet dies nur Gelsenkirchen mit seinen zwei 25m-Wettkampfschwimmbecken.
Die SG Gelsenkirchen schickte jeweils die zweite Mannschaft der Männer und Frauen an den Start. Die Atmosphäre in der Halle war überwältigend, teilweise wurden die Aktiven mit Trommeln und Fanfaren von den Tribünen und vom Beckenrand unterstützt. Die Teamkameraden feuerten die Schwimmer ebenso eifrig an, was ihnen wahrscheinlich Flügel verlieh.
Die Männermannschaft, im Schnitt gerade mal 14 Jahre alt, schlug sich tapfer gegen die weitaus ältere Konkurrenz. Das lag auch hauptsächlich daran, dass nur der SV Gladbeck 13 auch eine zweite Mannschaft schickte und so nur die ersten Mannschaften der jeweiligen anderen Vereine in der Bezirksliga antraten. Dennoch können die Jungs mit dem sechsten Platz zufrieden sein.
Besonders freuen können sich Luca Kuehn und Nico Tscherner, die beide jeweils auf dem fünften Platz in der DSV-Bestenliste des jeweiligen Jahrgangs stehen, Kuehn über 200m Schmetterling (2:39,10) und Tscherner über 200m Rücken (2:22,65), wo er auch als erster anschlug.
Die Mädchen legten eine sagenhafte Glanzleistung hin. Mit 738 Punkten Vorsprung zur SGS Münster belegten sie den ersten Platz. Die heimischen Mädchen waren im Schnitt auch nur 15 Jahre alt. Sie alle konnten sich insgesamt gegen die starke Konkurrenz durchsetzen und schlugen oft auch als erste an. Hier erschwamm sich Susanna Schumann einen Eintrag in die Bestenliste. Sie ist jetzt Achte in der DSV-Tabelle über 50m Brust (33,80s).
Ob die Schwimmer in der Bezirksliga bleiben, entscheidet sich erst nach den Ergebnissen in der Landesliga und in der darunterliegenden Bezirksklasse. Nach ihrem überzeugenden Auftritt haben die Mädchen sogar Chancen in die Landesliga West aufzusteigen.
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