In Schaffrath sieht es düster aus

In der Saison 2013/2014 spielten der SC Schaffrath und die SSV Buer noch zusammen in der Bezirksliga. Während die Bueraner aber zur Spitze der Bezirksliga zählen, spielen die Schaffrather nur noch in der Kreisliga A.
In der Saison 2013/2014 spielten der SC Schaffrath und die SSV Buer noch zusammen in der Bezirksliga. Während die Bueraner aber zur Spitze der Bezirksliga zählen, spielen die Schaffrather nur noch in der Kreisliga A.
Foto: WAZ
Dem SC Schaffrath gehen die Spieler aus. Eine zweite Mannschaft wird gar nicht mehr gemeldet. Sogar für die erste Mannschaft fehlen dem Klub an der Gecksheide noch Spieler.

Beckhausen..  Man kann es mit vielen verschiedenen Worten sagen: es ist kurz vor Zwölf, oder: es ziehen dunkle Wolken am Himmel auf. Eines haben sie aber gemeinsam, sie beschreiben ganz gut die Situation beim Sportclub Schaffrath. Denn bei den Fußballern an der Gecksheide sieht es derzeit düster aus.

Am kommenden Sonntag um 12 Uhr soll das erste Training zur Vorbereitung auf die kommende Saison auf dem Ascheplatz an der Gecksheide stattfinden. Doch noch ist überhaupt nicht klar, welche Spieler am Sonntag überhaupt erscheinen werden. „Wir wissen noch gar nicht, wer kommen wird“, sagt Karl-Dieter Wittler, der Geschäftsführer des SC Schaffrath. Und man merkt ihm an, dass er ins Grübeln gerät, wenn es um die Zukunft seines Klubs geht.

16 Abmeldungen nach der Saison

„Ich bin jetzt seit 30 Jahren dabei. Aber so was habe ich noch nie erlebt“, sagt Karl-Dieter Wittler. 16 Abmeldungen gab es bei den Schaffrathern nach Saisonende für die erste und zweite Mannschaft. Die in der Kreisliga C spielende Zweite wurde für die kommende Saison schon gar nicht mehr gemeldet. Und ob die Erste im August in der Kreisliga A an den Start gehen wird, ist aus Sicht Wittlers auch noch fraglich. „Wir hoffen, dass genug Spieler kommen“, sagt er. Mündliche Zusagen habe es gegeben, aber nicht alle halten sich daran. „Das ist heute eine andere Zeit. Früher war das alles anders.“

Vor vielen Jahren gab es auch fast nur Ascheplätze, heute haben viele Vereine Rasen- und Kunstrasenplätze. „Ein Ascheplatz lockt heute kaum noch einen Spieler an“, sagt Karl-Dieter Wittler, der Schaffrath als „kleines Dorf“ bezeichnet. „Hier kommt eh keiner hin.“

Und auch auf Spieler aus den eigenen Reihen muss der SC Schaffrath noch warten. In der Jugendabteilung gibt es keine A- und B-Junioren. Erst ab der C-Jugend ist der Klub vertreten. Es dauert also auch noch ein paar Jahre, bis der Nachwuchs bei den Senioren angreifen darf.

Einen neuen Trainer hatten die Schaffrather als Nachfolger von Franco Busu eigentlich auch schon. Doch Michael Steinhüser sagte Mitte Juni wieder ab. Das Traineramt haben nun Angel Valdes, auch 2. Vorsitzender des Klubs, und Joachim Sauer, der Ex-Torwarttrainer, übernommen. Mit dem neuen Team aus Spielern der ersten und größtenteils der zweiten Mannschaft der vergangenen Saison wird das Duo auf jeden Fall gegen den Abstieg aus der Kreisliga A kämpfen.

Bleibt zu hoffen, dass die beiden und auch der Vorstand am Sonntag genug Spieler zum ersten Training an der Gecksheide begrüßen können. Und dass nicht zu viele Würstchen beim anschließenden Grillen für Spieler und Fans auf dem Grill zurückbleiben.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE