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Fußball-Schiedsrichter

Im Südstadion lebt die Tradition weiter

22.01.2015 | 16:35 Uhr
Im Südstadion lebt die Tradition weiter
Der Schiedsrichter-Nachwuchs im Südstadion: Marvin Kortenjann (20), Piran Abdul Hamed (17), Göktan Yildizhan (15) und Jörn Imort (17).Foto: SGE

Ückendorf.   Vier junge Schiedsrichter der SG Eintracht Gelsenkirchen folgen dem Beispiel ihres Vorbildes Hellmut Krug: Marvin Kortenjann (20), Piran Abdul Hamed (17), Göktan Yildizhan (15) und Jörn Imort (17).

Wichtig ist auf‘m Platz! – das gilt für jeden Verein. Meist denken Außenstehende dann nur an Spieler, die von der Jugend bis zu den Senioren Woche für Woche ihre Vereinsfarben vertreten und um Tore und Punkte kämpfen. Etwas fern des Rampenlichts sichern aber junge Menschen den Spielbetrieb in den Amateur-Ligen und das meist ohne von den Zuschauern, Trainern und Funktionären gelobt oder bejubelt zu werden: Die Schiedsrichter.

Dank des Engagements von Marvin Kortenjann (20), Piran Abdul Hamed (17), Göktan Yildizhan (15) und Jörn Imort (17), die für die SG Eintracht Gelsenkirchen als Unparteiische an den Start gehen, steht der Verein auch auf diesem Feld gut da – und kann nebenbei eine erstaunliche Tradition fortsetzen: Denn der berühmteste Vertreter, der seinen Stammverein aus dem Ückendorfer Süden immer noch offiziell als Schiedsrichter vertritt, ist niemand anderes als der Ex-Fifa-Schiedsrichter Hellmut Krug.

Die Weltkarriere ihres Vereinskollegen ist für die vier jungen Schiedsrichter der SG Eintracht Gelsenkirchen noch weit entfernt, wenn sie auf den Ascheplätzen des Kreises ihre Spiele leiten. Mit 15 Jahren ist Göktan Yildizhan der Jüngste im Bunde. Im September 2014 hat er seine Prüfung bestanden und darf seitdem im Schiri-Dress Spiele leiten. Der erste Einsatz ließ auch nicht lange auf sich warten. „Das war ein D-Jugendspiel und es ging schon heiß her. Zwei Mal musste ich die gelbe Karte zücken, doch insgesamt lief es ganz gut“, so der Youngster, der seine Befähigung in die Wiege gelegt bekommen hat. „Mein Vater ist schon lange als Schiedsrichter unterwegs und nun auch bei meinen Spielen dabei. Er gibt mir wichtige Tipps“, erklärt er.

Aktive Fußballer und Schiedsrichter

Dass das aktive Fußballerleben nicht das Engagement als Schiedsrichter ausschließt, beweist Marvin Kortenjann Woche für Woche aufs Neue: Der 20-Jährige ist als Spieler der ersten Mannschaft am Start, trainiert die C-Jugend des Vereins und ist bereits im fünften Jahr Schiedsrichter. Sein Weg zur Schiri-Gilde war Chefsache, erklärt Kortenjann: Klaus-Peter Klein, der für den Jugendbereich im Kreisschiedsrichterausschuss verantwortlich ist, sprach ihn vor fünf Jahren an und ließ nicht locker. Bereut hat es der 20-Jährige nicht. „Es macht Spaß, eine klare Linie zu vertreten. Es gibt eindeutige Regeln und wenn Stress aufkommt, gilt es Ruhe zu bewahren und konsequent fortzufahren“, berichtet der Ückendorfer.

Mit 17 Jahren ist Piran Abdul Hamed zwar schon ein gestandener Jugendfußballer der A-Jugend, aber als Vertreter der Unparteiischen-Gilde noch ein Newcomer. Ein halbes Dutzend Spiele hat er aber auch schon geleitet. Seine Entscheidung zum „Seitenwechsel“ haben Freunde mitbewirkt. „Ich habe immer schon auch bei Spielen den Schiedsrichter beobachtet. Es macht Spaß Entscheidungen zu treffen und dafür einzustehen. Bevor ich Schiedsrichter wurde, habe ich viel mit Freunden, die auch als Schiedsrichter am Start sind gesprochen. Sie geben mir auch jetzt noch gute Ratschläge“, so der 17-jährige Innenverteidiger und Unparteiische.

„Für mich ist es in erster Linie ein Hobby“, erklärt Jörn Imort. Seit 2013 steht der inzwischen 17-Jährige als Schiedsrichter auf dem Feld. Vorher hat er bis zu D-Jugend bei der SG Eintracht gespielt und leistet nun als Unparteiischer seinem Verein einen großen Dienst. „Ich wollte einfach beim Fußball dabei bleiben und nah dran sein“, sagt der Wattenscheider, der nur einen Ballwurf vom Südstadion entfernt wohnt. Auch für ihn ist es wichtig, einer klaren Linie zu folgen und dabei auch mal ein Zeichen zu setzen. „Man kommt nicht drum herum, auch mal eine Karte zu zeigen. Gerade am Anfang ist man total aufgeregt, doch ein Jahr später sieht man manches schon gelassener“, weiß er seinen noch sehr jungen Kollegen zu berichten – „letztendlich können wir nur das ahnden, was wir wirklich sehen.“

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2015-01-22 16:35
Gelsenkirchen und Buer