Im Sommer geht Mark Greine

Mark Greine (rechts) war in jüngeren Jahren ein torgefährlicher Spieler.
Mark Greine (rechts) war in jüngeren Jahren ein torgefährlicher Spieler.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nach neun Jahren endet die Zusammenarbeit mit dem Bezirksligisten SSV/FCA Rotthausen. Sein Nachfolger als Trainer steht schon fest: Markus Schmeling, der auch in Gelsenkirchen noch bestens bekannt ist.

Rotthausen..  Nein, verbittert ist er nicht, sagt Mark Greine. „Aber der Spaß ist in den vergangenen eineinhalb Jahren als Trainer des SSV/FCA Rotthausen verloren gegangen“, bekennt er. Und das, obwohl er mit seinem Verein in diesem Zeitraum sportlich durchaus erfolgreich war. Aber auch die Vizemeisterschaft in der Staffel 10 der Fußball-Bezirksliga in der Saison 2013/14 konnte nicht den Mantel über alles hüllen.

Was Mark Greine in letzter Zeit vor allem vermisste, war das Gefühl der Zusammengehörigkeit wie in den ersten seiner neun Jahre als Spielertrainer und als Trainer des SSV/FCA. „Mehreren Spielern fehlt die Identifikation mit dem Verein“, hat der 42-Jährige festgestellt. „Es ist halt eine zusammengekaufte Truppe. Das Vereinsleben ist abhandengekommen.“

Bereits während der Sommervorbereitung ist bei ihm der Entschluss gereift, einen sportlichen Tapetenwechsel anzustreben. „Es sind einige Dinge passiert, die es vorher nicht gab und die in einer Mannschaft einfach nicht passieren dürfen“, sagt Mark Greine, ohne auf Einzelheiten eingehen zu wollen. Die schwache Trainingsbeteiligung im Laufe der Hinrunde gab ihm den Rest. „Ich bin zu ehrgeizig und habe ein Problem damit, wenn ich sehe, mit welchen Entschuldigungen sich manche abmelden. Diese Spieler wären gut beraten, keinen Mannschafts-, sondern einen Einzelsport zu betreiben.“

Dass zum 30. Juni die Zusammenarbeit in beiderseitigem Einvernehmen endet, betrachtet Mark Greine aber auch mit einem weinenden Auge. „Man hängt irgendwie an diesem Verein“, betont er. „Von den neun Jahren hatte ich sechs tolle Jahre mit zwei Aufstiegen in die Bezirksliga, einmal sind wir abgestiegen und zuletzt gab es dann die sportlich erfolgreichen, aber trotzdem nicht zufriedenstellenden eineinhalb Jahre.“

Dass Mark Greine bis zum Ende der Saison bei der Mannschaft bleiben wird, steht für ihn außer Frage. „Ich ziehe das durch“, bekräftigt er. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich früher auch auf dem Platz ein Kämpfer war.“ Wie es ab Juli für ihn weitergeht, steht noch nicht fest. „Ich lasse alles auf mich zukommen“, sagt er. „Vielleicht mache ich auch eine Pause, was der Familie zugutekommen würde.“

Sein Nachfolger in Rotthausen steht bereits fest: Markus Schmeling, der auch in Gelsenkirchen noch bestens bekannt ist. Der 44-Jährige spielte früher beim Erler SV 08, bei der STV Horst, beim SC Hassel sowie beim FC Rhade, beim VfB Hüls und bei der SpVg Marl. Seine beste Zeit als Trainer hatte er bei RW Wacker Bismarck. Mit dem Reckfeldstraßen-Klub schaffte er den Durchmarsch von der Kreisliga A in die Landesliga. Außerdem coachte er Westfalia 04, den Has­per SV und den SC Herten. Derzeit ist er im fünften Jahr für den Bezirksligisten DJK Spvgg Herten tätig. Im Januar hat er dort den Abteilungsvorstand gebeten, seinen noch bis Sommer 2016 laufenden Vertrag im Sommer 2015 vorzeitig zu beenden, um frei für den SSV/FCA zu sein.

Mit Markus Schmeling haben die Rotthauser künftig Großes vor. „Der zweite Platz wird uns nicht mehr reichen“, betont Norbert Willig, der Sportliche Leiter. „Wir wollen uns professioneller aufstellen und noch mehr tun um die Mannschaft herum.“ Eine Mannschaft, die im Sommer weiter extern verstärkt werden soll. Die ersten Zugänge sind, so heißt es, bereits unter Dach und Fach.

Namen will man im Stadtsüden noch nicht nennen. Es wäre aber keine Überraschung, wenn es sich dabei auch um Spieler handeln würde, die derzeit noch für die DJK Spvgg Herten kicken und ihrem Trainer über die Stadtgrenze folgen wollen. Bei seinen früheren Vereinswechseln hat Markus Schmeling als Trainer den einen oder anderen bewährten Akteur gerne mitgenommen.