Im Konzert der Großen

Die Bueraner D-Junioren spielten in der Nachwuchsrunde eine gute Rolle. Hier kämpft Ferdinand Springenberg gegen Eintracht Dortmund um den Ball.
Die Bueraner D-Junioren spielten in der Nachwuchsrunde eine gute Rolle. Hier kämpft Ferdinand Springenberg gegen Eintracht Dortmund um den Ball.
Foto: WAZ FotoPool

Buer..  Die U13 stellt in dieser Saison das Aushängeschild der Fußball-Nachwuchsabteilung der SSV Buer dar. Der ältere D-Junioren-Jahrgang der Rothosen hat am letzten Spieltag der überkreislichen Nachwuchsrunde, vergleichbar mit der Bezirksliga, den zweiten Platz dank eines 2:1-Derbysieges gegen den SV Horst 08 verteidigt und sich somit gemeinsam mit dem souveränen Meister Hombrucher SV für die Endrunde um die Westfalenmeisterschaft qualifiziert. Das hat vor dem 2002er-Jahrgang noch keine andere Bueraner Mannschaft geschafft, seitdem es die Nachwuchsrunde gibt.

Gegen die Horster musste sich die SSV auf der Sportanlage Löchterheide noch einmal mächtig ins Zeug legen, um den Vorsprung auf den Tabellendritten TSC Eintracht Dortmund von einem auf drei Punkte auszubauen. In einem packenden Nachbarschaftsduell fielen die Tore zum verdienten Sieg bereits in den ersten 16 Minuten. Felix Altehage verwandelte einen Foulelfmeter zum 1:0 (10.) und Fabian Samland erhöhte auf 2:0 (13.), bevor die Gäste aus dem Stadtwesten durch Berkant Karabult verkürzen konnten (16.). Nach der Pause drängten die jungen Null-Achter auf den Ausgleich, aber er gelang ihnen nicht.

„Wir sind mächtig stolz darauf, was wir bisher erreicht haben“, sagt Buers Trainer Andreas Altehage, der sich bei den Titelkämpfen am kommenden Sonntag im ostwestfälischen Enger wie ein Underdog im Konzert der Großen fühlen muss. Zehn Teams haben sich hierfür qualifiziert, bis auf die Bueraner jeweils aus Klubs, deren erste Herren-Mannschaft mindestens in der Westfalenliga spielen. Die Westfalenmeisterschaft wird in Turnierform ausgetragen. Alle Spiele an einem Tag. Die Spielzeit beträgt jeweils 20 Minuten.

Aus jeder der beiden Fünfer-Gruppen erreichen zwei Teams das Halbfinale, in dem sie über Kreuz die Endspielteilnehmer ermitteln. „Wir haben Auslosungsglück gehabt“, sagt Andreas Altehage, wenn er auf den Spielplan der Titelkämpfe schaut. Seine Mannschaft muss um 10.52 Uhr gegen RW Ahlen, um 11.36 Uhr gegen die Hammer SpVg, um 13.04 Uhr gegen den FC Iserlohn und um 13.48 Uhr gegen den VfL Theesen antreten.

Das Optimale herausholen

„Mit der Qualifikation für die Endrunde haben wir im Grunde bereits alles erreicht, aber wenn wir schon mal mit dabei sind, wollen wir auch das Optimale rausholen“, betont Andreas Altehage. Sollte die SSV Buer tatsächlich das Halbfinale erreichen, würde dort ein Gegner aus der anderen Gruppe warten: Hombrucher SV, SC Paderborn 07, Preußen Münster, SC Verl oder Sportfreunde Siegen.

Dass die Bueraner ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen brauchen, haben sie in dieser Saison des Öfteren unter Beweis gestellt. Immerhin haben sie mehrere Jungs in ihren Reihen, die schon mal in größeren Klubs gekickt haben: Felix Altehage beim VfL Bochum, Fabian Samland bei der SG Wattenscheid 09 sowie Bilal Akhal und Edizcan Atici jeweils bei Rot-Weiss Essen.

In der kommenden Saison müssen die 2002er der SSV Buer ohne ihren Trainer Andreas Altehage und dessen Sohn Felix auskommen. Felix Altehage zieht es zum Hombrucher SV in den Dortmunder Süden. Bevor es zum Abschied kommt, wollen die Bueraner eine bislang schon sehr erfolgreiche Saison am kommenden Wochenende krönen. Nicht nur mit einem guten Abschneiden am Sonntag bei der Westfalenmeisterschaft, sondern einen Tag zuvor auch durch einen Sieg im Kreispokalfinale. Eine Woche nach dem 2:1 in der Nachwuchsrunde trifft die SSV dann erneut auf eigenem Platz auf den SV Horst 08.