Horst hofft auf eine lustige Rückfahrt aus dem Siegerland

Gelsenkirchen..  Jörg Krempicki, der Trainer des Westfalenligisten SV Horst 08, ist ein Mann, der Optimismus gut vorleben kann. Und so sagt er vor dem Auswärtsspiel seiner Mannschaft am Sonntag (15 Uhr) im Siegerland bei der Reserve des TuS Erndtebrück: „Wir haben 160 Kilometer Fahrstrecke vor uns und einen großen Bus gemietet. Ich hoffe auf eine lustige Rückfahrt.“ Was er damit zum Ausdruck bringen will, ist klar: Die Horster peilen einen Auswärtssieg im Siegerland an – und dieser liegt nach Krempickis Ermessen auch im Bereich des Möglichen.

Die Erndtebrücker Reserve liegt auf Platz neun im gesicherten Mittelfeld; nach oben und unten wird nichts mehr gehen. Außerdem ist beim Horster Gegner am Sonntag nicht mit personeller Verstärkung aus dem Kader der Erndtebrücker Oberliga-Mannschaft zu rechnen, so dass sich Krempicki einiges ausrechnet: „Wir waren schon im Hinspiel die deutlich bessere Mannschaft, haben da aber einen Elfmeter verschossen und knapp mit 1:2 verloren.“ Inzwischen jedoch hat sich die Mannschaft des Aufsteigers an das höhere Niveau in der Westfalenliga gewöhnt, von bislang drei Rückrunden-Spielen wurden zwei gewonnen. Die heftige Auswärts-Schlappe vor zwei Wochen in Hordel gilt inzwischen als Ausrutscher, der 2:1-Sieg vor einer Woche gegen Iserlohn als Muntermacher.

So klagt Krempicki auch nicht darüber, dass Linksverteidiger Berberoglu (5. Gelbe Karte) gesperrt ist und Mittelfeld-Talent Quattroventi mit einer Grippe flach liegt – für sie werden Foelting und Krause in die Mannschaft kommen. Grundsätzlich stimmt die Richtung, so dass Krempicki sagt: „Wir müssen in Erndtebrück einfach gewinnen.“

Schon alleine, um den Tabellenplatz über dem Strich der Absteiger, den Horst inzwischen erreicht hat, zu behaupten. Denn danach stehen zwei schwere Spiele gegen Wanne und Hüls an – viele bessere Teams gibt es in dieser Liga nicht.

Doch Bangemachen gilt auch vor diesen beiden Spitzenmannschaften nicht – „dann machen wir die Meisterschaft spannend“, sagt Krempicki. Fürwahr ein Mann, der Optimismus vorleben kann...