Horst Heldt beteiligt sich nicht an Trainer-Spekulationen

Gelsenkirchen..  Schalkes Manager Horst Heldt will sich an den Spekulationen über mögliche Kandidaten für den Posten des Chef-Trainers nicht beteiligen, auch einzelne Namen will er nicht kommentieren. „Fakt ist, dass wir derzeit Gespräche mit fachlich hervorragend geeigneten Trainern führen. Diese Gespräche finden aber allesamt hinter geschlossenen Türen statt. Wir werden uns hierzu äußern, wenn es etwas zu verkünden gibt“, erklärt Heldt am Mittwoch auf der Homepages des Vereins.

Seit Dienstagabend wurde auch intensiv über einen Wechsel von Markus Weinzierl spekuliert. Am Mittwochabend stand dann fest: Der 40-Jährige bleibt beim FC Augsburg, hat Horst Heldt und dem FC Schalke 04 abgesagt. Nach Medienberichten sei das Angebot der Schalker zu kurzfristig gekommen.

Erst Anfang April – ausgerechnet vor dem Heimspiel gegen Schalke – gaben die Augsburger die Vertragsverlängerung von Weinzierl und auch die des Geschäftsführers Sport Stefan Reuter bekannt. Das Duo, das den Klub bis in die Europa League geführt hat, soll den FCA langfristig betreuen. „Wir wollen den FC Augsburg in der Bundesliga etablieren, dazu müssen wir noch ein paar Schritte gehen und die wollen wir gemeinsam gehen“, sagte der Trainer vor zwei Monaten.

Horst Heldt verfolgt den Weg von Markus Weinzierl schon seit zwei Jahren genau. Im August 2013 verglich er Weinzierl im Gespräch mit WAZ.de sogar mit Jupp Heynckes. Weinzierl hatte den FC Augsburg gerade vor dem Abstieg bewahrt, Heynckes mit dem FC Bayern das Triple gewonnen. Dafür erhielt Heynckes die Auszeichnung „Trainer des Jahres“. Heldt sagte WAZ.de dazu: „Jupp Heynckes hat den Titel als Trainer des Jahres 100-prozentig verdient, aber es kann doch niemand behaupten, dass Markus Weinzierl in Augsburg einen schlechteren Job gemacht hat: Mit Augsburg die Klasse zu erhalten, war grandios.“

In Augsburg war man zunächst überrascht von einem möglichen Interesse der Schalker. FCA-Vorstandsvorsitzender Klaus Hofmann sagte der „Augsburger Allgemeine“: „Ich habe derzeit keine Information, dass Markus Weinzierl den FCA verlassen möchte.“ Dem Sender „Antenne Bayern“ sagte Hofmann dann am Mittwoch: „Er hat uns vor ein, zwei Wochen gesagt, dass Schalke an ihn herangetreten ist.“ Dass Weinzierl aber wechseln wolle, habe er nicht gesagt. Dabei blieb es dann ja auch.