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Hoffnung auf ein kleines Wunder

23.05.2008 | 18:35 Uhr

Partie der SSV Buer in Wattenscheid wird am Sonntag um 18.30 Uhr im Lohrheide-Stadion angepfiffen.Steven Engler ist gesperrt. "Mit ein bisschen Dusel kannst du gewinnen", sagt Co-Trainer Hansi Herget

Ein starker Rückhalt ist gefragt: Torwart Daniel Kassen und die SSV Buer fahren am Sonntag zur SG Wattenscheid 09. Anstoß: 18.30 Uhr. Foto: HG, Nils Aders

FUSSBALL VERBANDSLIGA Wie ist die Stimmung? "Bescheiden", sagt Hansi Herget, der Co-Trainer des Fußball-Verbandsligisten SSV Buer, vor dem Spiel beim Meister, der SG Wattenscheid 09, das am Sonntagabend um 18.30 Uhr im Lohrheide-Stadion angepfiffen wird. "Wir haben aber auf jeden Fall noch Hoffnung, das Unmögliche zu schaffen, auch wenn es an ein kleines Wunder grenzen würde." Für dieses kleine Wunder müssen sich die Bueraner, denen ihr gesperrter Abwehr-Chef Steven Engler fehlen wird, aber deutlich steigern.

Um eine Basis zu schaffen, haben die Bueraner "im Training Vollgas gegeben", sagt Hansi Herget. Und den Spielern hat er zusammen mit Kapitän Tim Engler mitgeteilt, dass die, die meinten, schon abgestiegen zu sein, gar nicht zu kommen bräuchten. "Solange rechnerisch noch was möglich ist", sagt Hansi Herget, "ist es die Pflicht eines jeden Spielers, alles zu geben."

Wie kann man die SG Watttenscheid 09, die bisher in 28 Spielen 84-mal getroffen hat (drei Treffer im Schnitt pro Partie, die SSV Buer kommt auf 1,1), denn packen? "Gute Frage", sagt Hansi Herget und geht davon aus, dass sich Trainer Nuni Kucukovic? für eine offensive Ausrichtung entscheiden wird. Vielleicht ja neben Tim Engler und Kevin Scherer mit Patrick Rüsenberg. "Wir müssen frech drauf losspielen", sagt Hansi Herget. "Wir haben ja nichts zu verlieren." Dabei können die Bueraner bis auf Steven Engler sowie den langzeitverletzten Mathias Bergmannshoff ihre beste Formation aufbieten.

Die taktische Ausrichtung will das Trainer-Gespann der SSV aber auch vom Ausgang der 15-Uhr-Spiele machen. Das grobe Ziel sind insgesamt vier Punkte: einer am Sonntagabend in Wattenscheid und drei am letzten Spieltag gegen Wanne-Eickel. "Mit ein bisschen Dusel kannst du aber auch in Wattenscheid gewinnen", sagt Hansi Herget. "Ich glaube nicht, dass die noch Bäume ausreißen werden."

Die Abmachungen für die kommende Saison, die der SSV-Vorstand getroffen hat, gelten übrigens sowohl für die Westfalen- als auch die Landesliga. "Ich hoffe, dass bei einem Abstieg auch alle zu ihrem Wort stehen werden", sagt Klubchef Norbert Bauer. Und: "Es hat sich bewahrheitet, dass ein Trainer-Wechsel nicht immer von Erfolg gekrönt ist."

Von Andree Hagel



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