Herklotz verpasst mit viel Pech den Sieg

Nur um wenige Meter geschlagen: Silvio Herklotz fuhr in Belgien auf den zweiten Platz.
Nur um wenige Meter geschlagen: Silvio Herklotz fuhr in Belgien auf den zweiten Platz.
Foto: Mario Stockhausen

Lüttich/Düren..  Hinter den Radprofis des Teams Stölting liegt ein ereignisreiches und erfolgreiches Wochenende. Silvio Herklotz belegte am Samstag bei der U27-Version des belgischen Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich den zweiten Platz. Beim Rennen „Rund um Düren“ gab es einen Tag darauf einen Gelsenkirchener Doppelerfolg.

Unter normalen Umständen hätte sich Silvio Herklotz über den zweiten Platz in Belgien freuen können. Der 20-Jährige war auf den 181 Kilometern schnell und aussichtsreich unterwegs. Doch zwei kuriose Umstände spielten dem späteren Sieger Guillaume Martin aus Frankreich entscheidend in die Karten. Martin hatte Glück, dass er in der Spitzengruppe einen eigentlich schon gesperrten Bahnübergang passieren konnte, an dem Herklotz wenig später wegen eines heranfahrenden Zuges halten musste. Als Herklotz dann elf Kilometer vor dem Ziel aufschloss und überholte, schien der Sieg wieder möglich. Doch dann wurde die Spitzengruppe um den Berliner fehlgeleitet. Martin, der die richtige Strecke wählte, überholte Herklotz und erreichte mit wenigen Metern Vorsprung als Sieger das Ziel. „Das ist natürlich unglücklich gelaufen. Aber Silvio kann sich damit trösten, dass auch der zweite Platz bei diesem stark besetzten Rennen ein Erfolg ist“, kommentierte Stölting-Teamchef Jochen Hahn das Abschneiden seines hochveranlagten Fahrers.

Zufrieden war Hahn auch mit dem Abschneiden von Jonas Tenbrock (16.) und Moritz Backofen, der ebenfalls mit den Verfolgern ins Ziel kam. „Moritz ist ein ganz starkes Rennen gefahren und wurde erst zehn Kilometer vor dem Ziel abgefangen. Für Jonas wäre mit etwas mehr Glück sogar eine Top10-Platzierung möglich gewesen“, bilanzierte Hahn.

Am Sonntag konnte dann aber auch Silvio Herklotz wieder lachen. Er gewann vor seinem Teamkollegen Nils Politt das Radrennen „Rund um Düren“. Auf den drei bergigen Runden des 145 Kilometer langen Rennens durch die Eifel konnte sich Herklotz kurz vor dem Ziel von seinen Konkurrenten aus der neunköpfigen Spitzengruppe lösen und einen ungefährdeten Sieg einfahren. Politt, der ebenfalls in der Spitzengruppe fuhr, gewann den Sprint gegen den Drittplatzierten Heinrich Berger vom Team Stevens. „Wir hatten uns vorgenommen, ganz vorne mitzufahren. Silvio und Nils haben ihre Aufgaben hervorragend gelöst“, kommentierte Hahn.