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Fussball-Westfalenliga

Hassel verschläft die erste Halbzeit

11.11.2012 | 19:19 Uhr
Hassel verschläft die erste Halbzeit
Fußball-Westfalenliga: SC Hassel (grün) vs SpVg Holzwickede (weiß) am Sonntag, 11.11.2012 im Stadion Lüttinghof in Gelsenkirchen-Hassel. 10 hassel , 16 holzwickede Foto: Thomas Schmidtke / WAZ FotoPoolFoto: Thomas Schmidtke

Hassel.  Mit dem 1:1 zu Hause gegen Holzwickede verabschiedet sich der Aufsteiger SC Hassel erst einmal aus der Spitzengruppe.

SC Hassel - Spvg. Holzwickede 1:1 (0:1)

Tore: 0:1 Tan Thanh Tran (27.), 1:1 Mike Rogowski (47., Foulelfmeter).

SC Hassel: Brenk, van den Boom (46. Talarek), Falkowski, Djuliman, N. Ballschmiede, Zugcic, Poch, Woberschal, El Hamad (46. Buda), Bockhoff, Rogowski (74. Moritz).

Mühsam ernähren sich die grün-weißen Eichhörnchen, um sich bis zur Winterpause noch ordentlich Vorrat anzulegen: Auch gegen die Spvg. Holzwickede reichte es für den SC Hassel im Heimspiel nur zu einem 1:1 (0:1), wodurch die Mannschaft von Trainer Michael Schrank sich erst einmal im Mittelfeld festsetzt und den Anschluss an die Spitzengruppe etwas aus den Augen verliert.

Nach den ersten 45 Minuten muss man sogar von einem Punktgewinn sprechen, bot der Aufsteiger da eine recht lauffaule Vorstellung. Und das, obwohl bekannt war, dass die Dortmunder Nachbarn in der Defensive nur schwer zu bezwingen sind. Das Umschalten in den Angriff war auf Hasseler Seite viel zu behäbig.

Aber die Holzwickeder waren beileibe keine Betonmisch-Truppe, bei Ballbesitz ging zügig die Post nach vorne ab. Die schnellen und dribbelstarken Thanh Tan Tran und Fabian Lenz wirbelten die SC-Abwehr gehörig durcheinander. Nach 20 Minuten war Lenz schon frei durch, aber das lange Bein von Nedim Djuliman spitzelte ihm in höchster Not den Ball vom Fuß. Aber sieben Minuten später war nichts mehr zu retten: Tran war an der Strafraumlinie nicht entscheidend von Thomas Falkowski zu stören, zog ab, und für Dave Brenk gab es nichts zu halten: 0:1. Und Hassels Antwort? Ein Schussversuch von Tobias Bockhoff (35.), der einen Abpraller fast vom Elfmeterpunkt neben den Pfosten setzte. Alles in allem dürftig.

„Nach gutem Beginn haben wir das Heft völlig aus der Hand gegeben, da musste ich zur Pause einige deutliche Worte anschlagen“, so Schrank zu seiner Kabinenpredigt.

Offensichtlich hatte es gefruchtet. Zwei Minuten nach Wiederanpfiff waren erst gespielt, da zog Mike Rogowski, der in der ersten Hälfte völlig untergetaucht war und den fehlenden Pierre Bendig vermissen ließ, entschlossen aus 20 Metern ab. Torhüter Amir Halilovic ließ die Kugel nach vorne abprallen, und der reaktionsschnelle Alexander Buda war im Strafraum als Erster am Ball, bevor er von den Beinen geholt wurde. Mike Rogowski, der Initiator der ganzen Aktion, verwandelte den Foulelfmeter sicher zum 1:1.

In der Folgezeit war es vorbei mit der Holzwickeder Herrlichkeit. Endlich bekamen die Gastgeber den Zugriff aufs Spiel. Vor allem durch die Einwechselung Budas ergab sich ein Übergewicht im Mittelfeld, und vorne wurde sich endlich besser bewegt. Zweimal hatte der agile Tobias Bockhoff den Siegtreffer auf dem Fuß: Nach 67 Minuten war er frei durch, doch Halilovic klärte per Fußabwehr zur Ecke. Und zwei Minuten vor Schluss versuchte er es aus der Drehung mit einem Kullerball, der am kurzen Pfosten vorbeistrich.

„Aufgrund der Chancen nach dem Wechsel hätten wir den Sieg sogar verdient gehabt, mit einem Dreier uns oben festgesetzt“, bedauerte Schrank. Doch warum nicht gleich von Beginn an?

Ralf Wilhelm



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