Großer Aufschlag beim Tennisclub Buer

Marvin Netuschil vom TC Iserlohn gewann das Herren-Endspiel gegen seinen Trainingspartner Daniel Masur mit 6:4 und 7:6.
Marvin Netuschil vom TC Iserlohn gewann das Herren-Endspiel gegen seinen Trainingspartner Daniel Masur mit 6:4 und 7:6.
Foto: FUNKE FotoServices

Buer..  Wie es sich gehört, wurden die 82. Westfälischen Meisterschaften beim Tennisclub Buer Schwarz-Weiß-Grün mit einem hochklassigen Spiel beendet. Während auf den anderen Plätzen noch Finals in den Altersklassen stattfanden, droschen auf dem Hauptplatz im Herren-Endspiel die beiden an Nummer eins und zwei gesetzten Daniel Masur und Marvin Netuschil vor zahlreichen Zuschauern die Bälle über das Netz.

Dass die beiden jungen Spieler Trainingspartner sind, war nicht unbedingt zu erkennen. Sie schenkten sich nichts bei strahlendem Sonnenschein auf der heißen Asche. Daniel Masur vom Tennispark Versmold, der Deutsche Vizemeister, führte zwar zu Beginn mit 2:1, doch dann drehte Marvin Netuschil vom TC Iserlohn auf. Er führte mit 5:2 und gewann kurze Zeit später mit eigenem Aufschlag den ersten Satz mit 6:4. Hochklassig blieb das Match auch in der Folge. Nach einem Break zu Beginn des Satzes führte Netuschil mit 5:3, lag nach einem Rebreak aber 5:6 zurück, kämpfte sich aber mit eigenem Aufschlag in den Tiebreak. Hier führte die Nummer zwei schnell mit 5:0 und durfte wenig später jubeln, als er seinen ersten Matchball zum 7:2 im Tiebreak und zum 6:4, 7:6-Sieg verwandelte.

Drei Gelsenkirchener im Halbfinale

In den Endspielen am Finaltag war kein Gelsenkirchener mehr vertreten. Drei Spieler erreichten zumindest das Halbfinale. Michael Burkhardt vom Gelsenkirchener TK musste in seinem Spiel gegen den späteren Zweiten der Herren 40, Timo Jogwer, aufgeben. Bei den Herren 45 schied Karsten Jockenhöfer vom TC Buer ebenso im Halbfinale aus wie auch Gabriele Stiegl­bauer vom TC Rott­hausen bei den Damen 60. Insgesamt waren 20 Seniorinnen und Senioren aus Gelsenkirchener Vereinen bei den Titelkämpfen in Buer am Start, bei den Damen und Herren dagegen keiner.

In der abschließenden Siegerehrung erntete der Tennisclub Buer für die erstmalige Austragung der Westfälischen Meisterschaften viel Lob, nicht nur von Robert Hampe, sondern auch von den Spielern. Der Präsident des Westfälischen Tennis-Verbandes ließ in seinen abschließenden Worten sogar durchblicken, dass diese Meisterschaft auch im kommenden Jahr in Buer stattfinden wird. „Zu 99,9 Prozent sehen wir uns hier im nächsten Jahr wieder“, sagte Robert Hampe. Nach seinen Worten sei der TC Buer auch prädestiniert für höhere Turniere.