Gelsenkirchen zieht magisch an

Gibt sein Comeback: King of the World (hier mit Michael Nimczyk
Gibt sein Comeback: King of the World (hier mit Michael Nimczyk
Foto: Sabine Sexauer
Der Traberstandort Gelsenkirchen gehört seit jeher zu den Topadressen. Ein derartiges Interesse wie bei der aktuellen Starterangabe für die Veranstaltung am kommenden Sonntag (1. Februar) hat es freilich schon länger nicht mehr gegeben.

Feldmark..  Der Traberstandort Gelsenkirchen gehört seit jeher zu den Topadressen. Ein derartiges Interesse wie bei der aktuellen Starterangabe für die Veranstaltung am kommenden Sonntag hat es freilich schon länger nicht mehr gegeben.

Sage und schreibe 133 Pferde kommen am 1. Februar ab 13.30 Uhr an den Ablauf. Aufgrund des großen Andrangs wurde das Programm kurzfristig von zwölf auf 13 Rennen ausgeweitet. Im Vergleich zum Vorjahresrenntag finden damit drei Prüfungen mehr statt, so dass zur Freude vieler Trainer und Besitzer über 40 Pferde mehr eine Startmöglichkeit bekommen.

Das Programm hält nahezu alles bereit, was zu einem schönen Nachmittag auf der Rennbahn gehört: Hochkarätige Traber wie den mehrfachen Vincennes-Gewinner King of the World, Gelsenkirchener Bahnspezialisten wie Johnnys Rockets und Fahrerasse wie Michael Nimczyk, Roland Hülskath und Robbin Bot bei den Profis sowie mit Jörg Hafer den besten deutschen Amateurfahrer.

Viel Abwechslung wartet bei Renndistanzen, Startvarianten und Disziplinen. Die Rennen zwei und 13 werden auf der Meile entschieden, die achte Prüfung ist hingegen erst nach 2600 Metern beendet. Im vierten, fünften und elften Rennen gehen die Felder aus den Bändern auf die Reise. An fünfter Stelle kommen zudem die Trabreiterinnen zu ihrem Recht.

Gleich zweimal - im vierten und achten Rennen - wird die Viererwette angeboten. In beiden Prüfungen gibt es in der G4 eine Garantieauszahlung in Höhe von jeweils 5.000 Euro. Darüber hinaus ist es auch diesmal wieder in beiden Viererwettrennen möglich, sein Glück gleichzeitig auch in der Dreierwette zu versuchen.

Comeback von King of the World

Sportliches Highlight ist das Comeback von King of the World. Der Euro-Crack von Michael Nimczyk gewann 2014 unter anderem zweimal in Paris-Vincennes, wo am letzten Sonntag der Prix d´Amerique entschieden wurde. Nicht von ungefähr wird das Gelsenkirchener Hauptrennen als „Preis von Vincennes“ gelaufen.

Nach einem im Schongang absolvierten Probelauf wird es für King of the World nun wieder Ernst. Der bildschöne Fuchs muss eine Zulage von 25 Metern wettmachen. An seiner Favoritenrolle gibt es nicht den geringsten Zweifel, im ersten Band starten jedoch mit Proud Wood (André Bakker) und Victory Love (Roland Hülkath) zwei Konkurrenten, die „dem König“ den Einzug in den Winner Circle verwehren wollen.

Gastpferde aus Berlin

Einen Tag nach der Championatsehrung, die am Samstagabend bei Gelsentrab im Abano As-Club zelebriert wird, sind wie schon beim letzten Gelsenkirchener Renntag erneut einige Gastpferde aus Berlin am Start. Der für sie zuständige Thorsten Tietz überlässt die Steuerung allerdings Roland Hülskath.

Der Krefelder darf sich dadurch nicht nur mit Dancer Rich und Avelon in den letzten beiden Partien etwas ausrechnen, sondern hat neben Victory Love mit Erasmus Greenwood (1. Rennen) und Sean O´Malley (2. Rennen) noch weitere heiße Eisen im Feuer. Auch im ersten Rennen mit Dreier- und Viererwette sollte der Ex-Champion mit Fools Garden beachtet werden.

Das achte Rennen am Nienhausen Busch ist eines von mehreren Hobbyfahren. Bei den Überlegungen zu dieser Steherprüfung sollten Bruno Lanzarote (Erik van den Bergh), Salander (Frank Eickmann), Chelsea Norg (Katie Beer), Salesi Dream (Maximilian Schulz) sowie mit Trible Laser (Sarah Kube) ein weiterer Tietz-Schützling eine Rolle spielen.