Gegen lauter alte Bekannte

Für Gael Hulsen war das Hinspiel gegen den BSV Wulfen das letzte Spiel im Schalker Trikot.
Für Gael Hulsen war das Hinspiel gegen den BSV Wulfen das letzte Spiel im Schalker Trikot.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die Basketballer des FC Schalke 04 suchen an diesem Samstag in der 1. Regionalliga ihre eigene Vergangenheit auf. Sie treten im Revierderby beim BSV Wulfen an und treffen dort auf eine Mannschaft mit lauter alten Bekannten.

Gelsenkirchen..  Die Basketballer des FC Schalke 04 suchen an diesem Samstag in der 1. Regionalliga ihre eigene Vergangenheit auf. Sie treten im Revierderby beim BSV Wulfen an und treffen dort auf eine Mannschaft mit lauter alten Bekannten. Philip Günther, Kevin Lehmann, Gael Hulsen, Tim Terboven und Chris Brown – sie alle streiften sich vor gar nicht so langer Zeit das königsblaue Trikot über. Und auch Trainer Maik Berger und der Sportliche Leiter Volker Cornelisen trugen einst Verantwortung auf Schalke. Sprungball ist um 20 Uhr in der Halle der Gesamtschule am Wulfener Markt in Wulfen-Barkenberge.

Dass die meisten Wulfener als Schalke-Insider durchgehen, interessiert den aktuellen Schalker Head-Coach Raphael Wilder nicht einmal am Rande. „Das war alles vor meiner Zeit“, sagt er. „Ich gucke nicht auf die anderen. Ich will nur das eigene Spiel gewinnen. Nur darauf haben meine Spieler und ich Einfluss.“

Motivierte Wulfener gegen Schalke

Auch das Verfolgerduell zwischen den RheinStars Köln und den Grevenbroich Elephants, das an diesem Samstag ebenfalls auf dem Programm steht, lässt ihn zunächst kalt. „Ich hänge nicht am Internet, um direkt nach dem Spiel das Ergebnis zu erfahren“, fügt der 61-Jährige hinzu. „Ich erfahre es schon früh genug.“ Sollten seine Schalker in Wulfen überraschend straucheln, wäre der Ausgang der Partie in der Domstadt für sie sowieso völlig uninteressant. Dann wäre der Zug in Richtung Pro B endgültig abgefahren. Andernfalls könnten die Korbjäger aus Gelsenkirchen einer der Gewinner dieses Wochenendes werden. Unabhängig davon, dass das königsblau angehauchte Quintett in Reihen der so genannten Münsterland Baskets gegen ihren einstigen Klub zusätzlich motiviert sein dürfte, erwartet Raphael Wilder ein schweres Spiel für seine Mannschaft. „Die Wulfener benötigen im Kampf um den Klassenerhalt noch ein paar Punkte“, hat er beim Blick auf die Tabelle festgestellt. „Sie sind individuell gut besetzt, haben einige gute Leute in ihren Reihen, die ein Spiel entwickeln können.“ Die Schalker werden vor allem aufpassen müssen, dass Chris Brown keinen Lauf bekommt. Mit über 17 Punkten und fast zehn Rebounds im Schnitt gehört er zu den Top-Leuten in der Liga. „Wir stehen weiterhin mit dem Rücken zur Wand und haben deshalb auch keine Zeit, uns weiter mit der Niederlage vor einer Woche in Ibbenbüren zu beschäftigen“, sagt BSV-Trainer Maik Berger. „Auf Schalke konnten wir das Spiel in der Hinrunde lange offen gestalten und das soll auch diesmal unser Ziel sein. Dafür muss bei uns allerdings sehr viel passen. Wir brauchen deutlich mehr Stabilität in der Defense als zuletzt.“

Das fordert auch Raphael Wilder von seiner Schalker Mannschaft. Ihm liegen noch die 95 Uerdinger Punkte im WBV-Pokal-Viertelfinale im Magen. „Wir müssen uns schnell wieder finden“, sagt er. „Wegen des Spiels am Mittwoch hatten wir leider nicht die Möglichkeit, uns so auf den nächsten Gegner in der Meisterschaft vorzubereiten wie sonst.“ Kevin Kern und Jonas Peters fallen weiterhin aus. Sie laborieren jeweils an einem Außenbandriss im Sprunggelenk. Der zu Beginn der Woche verpflichtete Nikita Khartchenkov steht vor seinem Debüt für Schalke in der 1. Regionalliga.