Fußballkreis begrüßt 19 neue Schiedsrichter

Die Schiedsrichteranwärter mussten neben der Theorieprüfung auch eine praktische Prüfung bestehen.
Die Schiedsrichteranwärter mussten neben der Theorieprüfung auch eine praktische Prüfung bestehen.
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Anspannung vor der Abschlussprüfung war bei den Anwärtern schon zu spüren, von Angst aber keine Spur. An fünf Schulungsabenden hatten die neuen Schiedsrichter des Fußballkreises 12 (Gelsenkirchen, Gladbeck und Kirchhellen) schließlich die 17 Fußballregeln gepaukt.

Gelsenkirchen..  Anspannung vor der Abschlussprüfung war bei den Anwärtern schon zu spüren, von Angst aber keine Spur. An fünf Schulungsabenden hatten die neuen Schiedsrichter des Fußballkreises 12 (Gelsenkirchen, Gladbeck und Kirchhellen) schließlich die 17 Fußballregeln gepaukt. Die Lehrwarte Stefan Tendyck, Marcel Neuer und Fabian Kunkel hatten ihnen das Regelwerk im Schulungsraum des Sportzentrums Schürenkamp ausführlich erklärt. Von 30 Fragen mussten bei der Theorie-Prüfung dann 25 richtig beantwortet werden.

Nach dem schriftlichen Teil musste zudem ein Lauftest absolviert werden. Aus gutem Grund: Ein Schiedsrichter läuft während eines Spiels in den meisten Fällen mehr als ein Spieler. Die Aufgabe: zwei Spurtstrecken über je 50 Meter und 100 Meter sowie eine Langstrecke über 1000 Meter. Drei Anwärter taten sich beim Lauftest schwer, einer von ihnen bestand die Nachprüfung. „Wir legen Wert darauf, dass unsere Schiedsrichter sowohl fachlich gut ausgebildet sind, aber auch fit sind“, erklärt Ulrich Sabellek, Vorstandsmitglied der Schiedsrichtervereinigung „In unserem Fußballkreis fliegt einem der Schiedsrichterschein nicht einfach zu“, sagt er. Diesen Schiedsrichterschein haben beim ersten Durchgang in diesem Jahr 19 Anwärter im erhalten. Der jüngste ist gerade mal zwölf Jahre alt, der älteste 21 Jahre.

Schiedsrichterobmann Franz Kaczmarczik weist darauf hin, dass aller Anfang schwer ist, den neuen Kollegen sicher auch mal Fehler unterlaufen werden. „Die Schiedsrichtervereinigung erwartet von den Vereinen einen fairen Umgang mit den neuen Spielleitern“, sagt Kacz­marczik. Um den Neuen den Einstieg zu erleichtern, werden sie bei ihren ersten Spielen von erfahrenen Spielleitern als Paten begleitet. „Ein Programm, das sich bewährt hat“, sagt Ulrich Sabellek.

Aus den verschiedensten Gründen hat der Fußballkreis 12 in letzter Zeit einige gute und erfahrene Spielleiter verloren. Die Konsequenz: Im Seniorenbereich konnten nicht mehr alle Fußballspiele mit Spielleitern besetzt werden.

Ulrich Sabellek weist darauf hin, dass es noch zehn Vereine im Kreis gibt, die keinen einzigen Schiedsrichter stellen. Die Regel: Für jedes Seniorenteam sowie jede Mannschaft im A- und B-Jugendbereich muss ein Schiedsrichter gestellt werden. Je höherklassiger der Verein spielt, desto teurer werden die Versäumnisse. Für ein Kreisliga A-Team kostet jeder fehlende Schiedsrichter beispielsweise 250 Euro. Die Kommission überlegt laut Ulrich Sabellek jetzt, die Strafen zur neuen Saison um 50 Prozent anzuheben.

Der neue Anwärterkurs für Schiedsrichter beginnt am 15. September 2015. Weitere Informationen sowie Anmeldungen unter: www.schiedsrichter-ge.de.vu

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