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Fußball-Verein ohne Fußball-Platz

18.03.2008 | 19:46 Uhr

Stefan Thieles Mission, den Begriff STV Horst zu retten, ist gescheitert. Gang zum Amtsgericht und Klub auflösen. Fürstenbergstadion wird dem BV Horst-Süd übertragen

FUSSBALL STV HORST 2007 STV Horst 2007 wird in der Fußball-Saison 2008/09 nicht am Spielbetrieb der Kreisliga C teilnehmen. Das ist die Konsequenz, die sich aus einem Gespräch ergibt, das Vertreter von Gelsensport mit Stefan Thiele, dem Vorsitzenden des im November 2007 gegründeten Klubs, geführt haben. Die Gemeinschaft und Interessenvertretung der Sportvereine in der Stadt Gelsenkirchen sieht keine Möglichkeit, der STV Horst 2007 eine Spiel- und Trainingsstätte anzubieten. Damit erübrigt sich auch ein entsprechender Antrag auf Zulassung am Spielbetrieb, denn ohne den Nachweis einer Spielstätte nehmen der Fußball-Kreis Gelsenkirchen und der westfälische Fußball-Verband keinen neuen Verein auf.

Die neue STV hatte gehofft, das Fürstenbergstadion nutzen zu dürfen. Diese Sportanlage wird, ein entsprechender Beschluss der Bezirksvertretung West vorausgesetzt, zum 1. April auf den BV Horst-Süd übertragen. Die Neuregelung war erforderlich geworden, weil der bisherige eigenverantwortliche Nutzer, die STV Horst-Emscher Husaren, in finanzielle Schwierigkeiten geraten und seinen Verpflichtungen nicht mehr nachgekommen war. Die Auflösung des insolventen Vereins und die Löschung aus dem Vereinsregister stehen unmittelbar bevor.

"Mir wurde mitgeteilt, dass Gelsensport und der Fußball-Kreis dem BV Horst-Süd die Gelegenheit geben möchten, eine funktionstüchtige Nachwuchsarbeit aufzubauen", berichtet Stefan Thiele. "Deshalb will man zumindest im ersten Jahr davon absehen, einen zweiten Verein im Fürstenbergstadion anzusiedeln."

Seine Mission, den traditionsreichen Begriff STV Horst zu retten, sieht der 34-jährige ehemalige Profi als gescheitert an. "Ein Fußball-Verein ohne Fußball-Platz - das ergibt keinen Sinn", sagt Stefan Thiele. Für ihn gibt es nach den jüngsten Entwicklungen nur noch eine Schlussfolgerung: den Gang zum Amtsgericht, um den erst vor kurzem gegründeten Klub aufzulösen. "Alles andere wäre Blödsinn", sagt er.

Ein entsprechender Beschluss der etwa 120 Mitglieder dürfte seiner Einschätzung nach reine Formsache sein. Nach der STV Horst-Emscher und der STV Horst-Emscher Husaren würde mit der STV Horst 2007 innerhalb eines Jahrzehnts die dritte STV in Horst den Bach runtergehen. Einen neuen Anlauf wird es zumindest nicht mit Stefan Thiele geben. "Sollte irgendjemand auf die Idee kommen, im nächsten Jahr die STV Horst 2009 gründen zu wollen, werde ich sicherlich nicht mehr mitwirken", betont er. "Für mich hat sich die Sache jetzt endgültig erledigt."

Offen ist die Frage, was mit den Junioren-Teams der Husaren passiert. Der Fußball-Kreis und der BV Horst-Süd favorisieren eine Patenlösung, aber Stefan Thiele sieht in seiner Funktion als Jugendleiter der alten Emscher-Husaren keine Notwendigkeit. "Noch existieren die Husaren, wir brauchen keine Patenschaft", sagt er. "Das Einzige, was uns fehlt, sind Spiel- und Trainingsmöglichkeiten, wenn das Fürstenbergstadion ab 1. April auf den BV Horst-Süd übergeht." mik


Kommentare
21.03.2008
14:04
Fußball-Verein ohne Fußball-Platz
von Schalkerwil. | #1

Stefan halt durch und kämpf !!!!!!
Olaf Thon dieses war dein Verein !?

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