Für Teutonia Schalke läuft im Derby fast alles schief

Schalke.. Nur zwei Minuten blieb das Bezirkliga-Derby zwischen Teutonia Schalke und dem SSV Buer angepfiffen, bis es zu einer knapp 30 minütigen Unterbrechung kommen sollte. Nach Wiederanpfiff gelang es dem Favoriten aus Buer einen 0:1-Rückstand noch in einen 6:1-Erfolg umzumünzen. Damit besteht vor dem letzten Spieltag am kommenden Wochenende noch die minimale Chance, den Landesliga-Aufstieg zu schaffen.

Der Jubel über das frühe 1:0 von Teutonia Schalke wehrte nicht lange. Zwar traf Judith Kellner schon nach zwei Minuten zur Führung, blieb jedoch nach einem harten Zusammenprall mit SSV-Keeperin Angela Orzek am Boden liegen. „Sie hat leider einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten und musste mit dem Notarzt ins Krankenhaus gebracht werden, wo sie am Abend notoperiert wurde“, schilderte Teutonia-Trainer Dominique Scheimann. Die lange Unterbrechung und vor allem die schwerwiegende Verletzung der Mitspielerin machte der Teutonia schwer zu schaffen. Besser verkraftete die SSV Buer die Unterbrechung: Sabrina Mallner glich schnell per Strafstoß zum 1:1 aus. In der 30. Minute gab es mit der Roten Karte gegen Charlotte Thelen (Handspiel) die nächste Schwächung für Schalke. Den fälligen Elfmeter verwandelte Buers Samantha Sonntag zum 2:1. „Danach lief es bei uns richtig gut“, sagte Buer-Trainer Marcel Dietzek. Noch vor der Halbzeit sorgten Selcan Kanoglu und Jessica Zapka mit den Toren zum 4:1 für die Vorentscheidung. „Wir haben gar keinen Spielfluss mehr rein bekommen“, sagt Dominique Scheimann, „Nach der Halbzeit haben wir nochmals alles versucht, standen hinten dann aber einfach zu offen.“

Nach dem Seitenwechsel nutzte Buer vermehrt die freien Räume und kam zu weiteren Torchancen. Abermals Selcan Kanoglu und Jessica Zapka erhöhten auf 6:1.

Ganz besonders freute sich Marcel Dietzek über das Debüt von Kanoglu: „Ich habe sie schon in der U17 trainiert. Leider hat sie sich vor der Saison für unsere zweite Mannschaft entschieden.“ Nach dem Doppelpack hat sich Dietzek aber auch gleich die Zusage der 18-Jährigen für die nächste Saison gesichert. „Sie hatte wohl das Gefühl, es in der ersten Mannschaft nicht zu schaffen, dabei hat sie großes Potenzial“, so Dietzek.

Bei den Schalkerinnen, die die Saison auf dem sechsten Platz beenden werden, sind die Planungen für die nächste Saison schon in vollem Gange. „Wir fangen am 28. Juni mit einer sechswöchigen Vorbereitung an“, sagt Scheimann. Auch einen Neuzugang können die Schalkerinnen schon jetzt präsentieren. Vom Liga-Rivalen Titania Erkenschwick wechselt Olivia Belli, die sowohl in der Abwehr, als auch im Mittelfeld spielen kann, zur Teutonia.