Für die CSG ging es bergab Richtung Aufstieg

Bulmkes Ex-Trainer Harald Rosner (re.) gratuliert der Mannschaft zur Meisterschaft in der Oberliga und zum Aufstieg in die 2. Regionalliga.
Bulmkes Ex-Trainer Harald Rosner (re.) gratuliert der Mannschaft zur Meisterschaft in der Oberliga und zum Aufstieg in die 2. Regionalliga.
Foto: Funke Foto Services

Bulmke-Hüllen..  Wie nahe Jubelarien und Tragödien beieinander liegen, konnten die Basketballer der CSG Bulmke in dieser Saison fast am eigenen Leib miterleben. So bejubelten die Bulmker Herren bereits am drittletzten Spieltag die Meisterschaft in der Oberliga, lernten aber auch eine Kehrseite der Medaille kennen.

Wollten sie am letzten Spieltag die Saison mit einem Sieg beenden und damit in der Rückrunde ungeschlagen bleiben, kam es allerdings zu einem tragischen Todesfall vor der Partie. Angesichts des Schicksals des 20-jährigen Schalker Basketballers Philipp Weber relativierten sich die bis dato erreichten Ziele und man entschloss sich, die Feierlichkeiten abzusagen und das letzte Spiel nicht auszutragen.

Drei Niederlagen in der Hinrunde

Einfach wurde es den Bulmkern in der Hinrunde allerdings nicht immer gemacht. Mit der dritten Niederlage im letzten Hinrundenspiel im Januar beim BC Leopoldshöhe musste die CSG die Tabellenführung wieder an den Marler BC abgeben. „Die Leistungen waren zu schwankend“, sagt Trainer Ingo Lask. „Der zweite Tabellenplatz ging aber erst einmal in Ordnung, da wir noch nicht in der Lage waren, das komplette Potenzial abzurufen.“

Mit der Devise, kein Spiel mehr zu verlieren, starteten die Bulmker in die Rückrunde. Nach den ersten beiden Siegen in Ostwestfalen ging ein kleiner Ruck durch die Mannschaft, vor allem weil man die Spitze wieder zurückerobert hatte. Die Bulmker nahmen auch die schweren Hürden in Haltern und in Marl.

Zum Spiel der Spiele in Marl kamen sehr viele Zuschauer, um die Bulmker moralisch zu unterstützen. In einem dramatischen Finish ging nicht nur das Spiel, sondern auch der direkte Vergleich an die CSG. „Spätestens seitdem gab es kein Halten mehr und die Tür zur Meisterschaft stand sperrangelweit offen“, sagt Ingo Lask. „Die Partien in der Folge waren wie eine Bergabfahrt. Einfach drauf steigen und rollen lassen.“

Mit dem klaren 95:54-Sieg beim UBC Münster III machten die Bulmker schließlich die Meisterschaft perfekt. Ingo Lask: „Die Bierdusche gab es anschließend dann gratis.“ Und seine Mannschaft feierte den Aufstieg in die zweite Regionalliga, aus der man vor 15 Jahren abgestiegen ist, noch bis tief in die Nacht hinein.