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Felix Magath strahlt Optimismus aus

21.01.2010 | 17:45 Uhr
Felix Magath strahlt Optimismus aus

Gelsenkirchen. Keiner Mannschaft tut es gut, gleich drei Spieler, die zur ersten Wahl gehören, durch Verletzungen zu verlieren. Aber Schalkes Trainer Felix Magath sagt: „Ich sehe nicht, dass wir uns deswegen bedauern müssten oder gar verzweifeln. Mit diesen Problemen können wir fertig werden."

Das ist die sportliche Sicht. Die des Managers ist schon eine andere. „Was unsere Transferaktivitäten betrifft, müssen wir schon die aktuellen Geschehnisse berücksichtigen. Insofern haben die Verletzungen sicherlich einen Einfluss”, sagt der Manager Felix Magath. „Die sportliche Leistungsfähigkeit geht eindeutig vor. Deshalb wird es nur Transfers geben, wenn ich meine, dass wir solche anders kompensieren können.”

Auf das Spiel am Samstag beim VfL Bochum bezogen, wertet Felix Magath die frischen Verletzungen so: „Der Ausfall von Heiko Westermann wiegt sicher schwerer. Und was Peer Kluge betrifft, ist seine Verletzung natürlich bedauerlich. Denn ich habe ihn extra geholt, weil ich noch einen Spieler mehr mit Qualität im Mittelfeld haben wollte”, sagt Felix Magath. „Auf der anderen Seite haben wir in der Vorrunde auch ohne Kluge gespielt und teilweise auch ohne Lewis Holtby. Und wir haben trotzdem gut abgeschnitten.”

"Am Samstag geht es ja nicht um die Wurst"

Schalkes Vormann ist vor dem Spiel in Bochum ganz optimistisch, und er ist locker drauf. „Wir haben in Bochum doch immer gut ausgesehen, wenn es nicht um die Wurst ging. Am Samstag geht es ja nicht um die Wurst, weder für uns noch für den VfL Bochum.” Deshalb, so erklärt der 56-Jährige, könne er sich schon vorstellen, dass seine Mannschaft erfolgreich sei. Und gefragt, was er unter Erfolg verstehe, sagt Magath: „Drei Punkte wären sicher ein Erfolg. Aber auch einer kann einer sein, je nach Spielverlauf. Ich könnte auch mit einem Punkt leben.”

Davon, dass die Mannschaft eine besseres Spiel abliefert als zum Rückrunden-Auftatkt gegen Nürnberg, ist Schalkes sportliche Leitung überzeugt. Zum einen sei es vielleicht von Vorteil, auf des Gegners Platz zu spielen, und zum anderen erwartet Felix Magath, dass der VfL Bochum vor den eigenen Fans offensiver agiert als die Nürnberg vor einer Woche in der Veltins Arena. Der Schlüssel zum Erfolg sei, dass seine Mannschaft das Spiel kontrollieren könne, erklärt der Schalker Trainer. „Außerdem wollen wir natürlich möglichst wenig oder am besten gar keine Chance des VfL zulassen”, sagt Felix Magath und unterstreicht diese Aussage mit dem Zusatz. „Ich will nicht wieder lesen müssen, dass Manuel Neuer unser bester Spieler war.” Klar, Magath wäre es lieber, der Keeper müsste erst gar nicht eingreifen.

Wolfgang Kerkhoff

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