Fabian Giefer packt zu

Gelsenkirchen..  Eines ist sicher: Ohne die Paraden eines Ralf Fährmann wäre der FC Schalke 04 in der vergangenen Saison sicherlich nicht Dritter in der Bundesliga geworden und hätte sich nicht – und das zum dritten Mal in Folge – für die Champions League qualifiziert. Und auch in der Hinrunde dieser Spielzeit zeigte der Schalker, dass er zu den besten deutschen Torhütern zählt.

Nun aber ist Ralf Fährmann erst einmal nicht dabei, wenn es am kommenden Wochenende wieder um wichtige Punkte geht. Die königsblaue Nummer eins verletzte sich im Trainingslager in Doha. Glück im Unglück: es war nicht der befürchtete Kreuzbandriss, sondern nur eine Kreuzbandzerrung. Vier bis sechs Wochen wird Fährmann nun fehlen.

Sein Unglück ist nun aber das Glück von Fabian Giefer. Der vor dieser Saison von Fortuna Düsseldorf nach Schalke gewechselte Torhüter, der sich im August ebenfalls verletzte und erst im November wieder fit war, wird nun zeigen müssen, dass er ein guter Vertreter von Ralf Fährmann ist.

Fabian Giefer wird gleich im Fokus stehen. Angst hat er nicht, auch nicht wegen der fehlenden Spielpraxis. „Ich bin gut vorbereitet. In bin ein Typ, der sich auf den Druck freut“, sagt er. Ein Erfolgserlebnis konnte er in der Vorbereitung auf die Rückrunde noch nicht feiern. In den Testspielen gab es eine 0:2-Niederlage gegen Ajax Amsterdam, ein 2:2 gegen den sudanesischen Klub Al Merrikh SC und am vergangenen Wochenende eine 1:2-Niederlage bei Rapid Wien.

Giefer war daran nicht schuld. Roberto Di Matteo glaubt an seinen neuen Torwart. „Ich habe keine Bedenken, dass er nicht in einer guten Verfassung ist und bin sicher, dass er seine Aufgaben meistern wird“, sagt der Schalker Trainer. Trotz fehlender Wettkampfpraxis sieht sich Fabian Giefer gut vorbereitet. „Ich bin froh, nach meiner langen Verletzung wieder dabei zu sein. Der Fokus liegt jetzt ganz auf Hannover. Wie es weitergeht, werden meine Leistungen zeigen. Meine Aufgabe wird es sein, absolut eine gute Leistung für Schalke auf dem Platz zu bringen. Ich werde mein Bestmögliches dafür geben.“

Goretzka bald wieder fit

Das Beste gibt Leon Goretzka derzeit auch, aber nur abseits des Platzes und abseits des Mannschaftstrainings. Er schuftet individuell, im Kraftraum oder auf der Laufbahn. Doch der 19-Jährige darf hoffen, bald wieder zum Kader der Königsblauen zu gehören – nach einer siebenmonatigen Pause nach drei Muskelverletzungen im Oberschenkel.

„Ich bin auf einem sehr guten Weg. Die Verletzung ist komplett ausgeheilt. Die Muskulatur ist wieder hergestellt. Nun kommen die letzten Feinheiten. In naher Zukunft werde ich wieder mit der Mannschaft trainieren“, sagt Leon Goretzka. „Es gibt kein genaues Zeitlimit. Es wird aber nicht mehr lange dauern. In naher Zukunft, in ein paar Wochen stehe ich wieder auf dem Platz.“