Es droht der erneute Abstieg

Marcel Bartodziej (rechts) und die DJK TuS Rotthausen waren in der Hinrunde meist unterlegen.
Marcel Bartodziej (rechts) und die DJK TuS Rotthausen waren in der Hinrunde meist unterlegen.
Foto: WAZ
Was wir bereits wissen
Die DJK TuS Rotthausen liegt bereits sieben Punkte hinter dem rettenden Ufer. Nach dem dritten Platz in der vergangenen Saison ist das Team von Trainer Thomas Kania nun Vorletzter in der Bezirksliga 10.

Rotthausen..  Es ist schon verrückt: die DJK TuS Rotthausen und das zweite Jahr nach einem Aufstieg. „Die alte Fußball-Weisheit, dass das zweite Jahr nach einem Aufstieg das schwerste sei, scheint sich in unserem Fall wieder einmal zu bewahrheiten“, sagt Rotthausens Trainer Thomas Kania. Er kann sich noch gut an die Zeit nach dem Bezirksliga-Aufstieg 2010 erinnern. Die erste Saison danach beendete seine Mannschaft auf Rang neun. Im Jahr darauf musste sie dann nicht zuletzt wegen der Spielklassen-Reform als Tabellendreizehnter wieder in die Kreisliga A zurück.

Es ist aus der Sicht der Rotthauser zu befürchten, dass sich die Geschichte im Ergebnis wiederholt. Nach dem Wiederaufstieg im Jahre 2013 legte die DJK TuS eine grandiose Saison hin, die trotz eines Leistungsabfalls in der Rückrunde auf dem dritten Platz endete. „Wir waren ein unbeschriebenes Blatt, uns hatte niemand auf der Rechnung“, sagt Thomas Kania. Mit der Euphorie des Aufstiegs haben die Rotthauser dann vor allem in der Hinrunde alle überrascht.

Dass sein Team diesen Erfolg in der Saison 2014/15 nach dem Abgang von Adam Targonski nicht wiederholen würde, war Thomas Kania schon von vornherein klar. Marcel Bartodziej konnte die Lücke, die Adam Targonski hinterlassen hatte, recht gut schließen. Aber dafür hinken andere Spieler, die in der vergangenen Spielzeit noch Leistungsträger waren, deutlich hinter ihren Möglichkeiten her. „Dass wir derart in die Bredouille geraten würden, hatte ich nicht erwartet“, teilt Thomas Kania mit. Er hatte vielmehr damit gerechnet, sich irgendwo jenseits von Gut und Böse bewegen zu können.

Die Realität sieht anders, viel härter aus. Die DJK TuS hat in der 17 Mannschaften umfassenden Staffel 10 der Bezirksliga nur SW Wattenscheid 08 II hinter sich gelassen. Als Tabellenvorletzter mit nur neun Punkten auf dem Konto liegt der Fusionsklub bei vier zu ermittelnden Absteigern bereits sieben Zähler hinter dem rettenden Ufer.

„Wenn man erst einmal in einer Negativspirale steckt, ist es schwierig, dort wieder raus zu kommen“, sagt Co-Trainer Dave Hendann. „Das geht meistens nur mit Erfolgserlebnissen.“ Bevor der erste von bislang erst zwei Siegen unter Dach und Fach gebracht wurde, waren bereits elf Partien vergangen. Mit dem 1:0 gegen den VfB Annen am 2. November und auch mit dem 6:1 gegen SW Wattenscheid 08 II am 7. Dezember sorgte die DJK TuS lediglich dafür, dass die Schlinge nicht noch fester zugezogen wurde.

„Ich habe aufgrund von Ausfällen nie zweimal hintereinander dieselbe Formation aufbieten können“, sagt Thomas Kania. „Das zog sich wie ein roter Faden durch den bisherigen Verlauf dieser für uns so ungewöhnlichen Saison.“ Was ihm allerdings Mut für die restlichen 16 Spiele macht: Die Niederlagen fielen nie sehr hoch aus. Viermal mussten sich die Rotthauser mit drei Toren Unterschied geschlagen geben. Ansonsten ging es meistens eng zu, auch gegen den unangefochtenen Spitzenreiter Concordia Wiemelhausen, gegen den man sich erst in den Schlussminuten mit 0:2 geschlagen geben musste.