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Erwig trifft wieder - Schalkes Zweite siegt

13.12.2009 | 18:29 Uhr

Drei überlebenswichtige Punkte durch das 3:1 gegen Eintracht Trier verschaffen ein wenig Luft am Tabellenende der Regionalliga.

In der Mondpalast-Arena konnte man nach Abpfiff von Schiedsrichter Jan-Eike Ehlers Gesteinsbrocken plumpsen hören – von den Herzen der Schalker Anhänger. Drei überlebenswichtige Punkte im Abstiegskampf waren eingefahren, auch noch gegen Eintracht Trier, die nun wieder in Reichweite im Mittelfeld sind. Und was Trainer Oliver Ruhnert neben dem verdienten 3:1-Sieg besonders erfreute: „Wir sind heute ganz anders in die Zweikämpfe gekommen als letzte Woche und am Ende für die große Kampfkraft auch belohnt worden.” Äußere Zeichen waren schon nach wenigen Spielminuten sichtbar, der tiefe Wanne-Eickeler Rasen glich da schon einem Maulwurf-Betriebsgelände.

Aber auch spielerisch hatten die in Schwarz gekleideten Königsblauen an diesem Nachmittag einiges zu bieten. Vieles wurde natürlich durch die frühe Führung erleichtert, nach einem perfekt getimten Pass von Massih Wassey auf den jungen Andreas Wiegel ging dieser auf und davon, seine präzise Hereingabe vollen-dete Christian Erwig (7.) zur beruhigenden Führung. Dass es da schon hätte 0:1 stehen können, wollte Ruhnert allerdings auch nicht verschweigen, schließlich hatte Torhüter Unnerstall schon in der ersten Spielminute eine Hundertprozentige durch Senesie-Ersatz Salem-Louniangou mit phantastischem Reflex um den Pfosten gelenkt. „Das kann natürlich auch ins Auge gehen”, atmete der Schalke-Coach hinterher tief durch.

Es blieb in der Folgezeit eine umkämpfte Partie ohne spielerische Höhepunkte. Nach dem Wechsel kam die Elf von Trainer Mario Basler, der einige technische Mängel seiner Spieler mit eindeutigen Handbewegungen quittierte, besser aus der Kabine. Fast folgerichtig das 1:1 durch einen Kopfball von Salem-Louniangou, in der Entstehung fast eine Kopie des Schalker Führungstreffers. Als die Gäste im Anschluss drauf und dran waren, das Spiel zu drehen, zeigte sich die unersetzliche Torgefährlichkeit eines Christian Erwig, als er wieder nach schönem Pass von Wassey den Torhüter ausguckte und kalt einschob. „Die zwei Tore tun mir gut, es hatte schon an meinem Selbstbewusstsein genagt”, bekannte der Torjäger mit zwischenzeitlicher Ladehemmung hernach. Das 3:1 des gerade erst eingewechselten Jeffrey Tumanan, nachdem Torhüter Kronholm wieder einen Erwig-Schuss nur abklatschen konnte, war drei Minuten vor Schluss das Sahnehäubchen.

Eine perfekte Ausbeute für ein Team, das aufgrund der bekannt personell angespannten Lage von Woche zu Woche zu Improvisationen gezwungen ist. Deshalb galt das Sonderlob von Ruhnert auch den Flügelspielern Milko Trisic und Andreas Wiegel, „die ihre Aufgaben gut erfüllt haben.”

Nicht so angetan war verständlicherweise „Super-Mario”, der zerknirscht feststellte: „Wir sind einfach nur gute Gäste für Teams, die bislang keine gute Heimbilanz haben.” Besonders nervte Basler, dass seine Mannschaft immer öfter auf Abseits spiele, was gar nicht die Vorgabe sei. „Darüber werde ich morgen mit meiner Mannschaft reden müssen.” Das Wort zum Sonntag.

FC Schalke 04 II - Eintracht Trier 3:1 (1:0)

Tore: 1:0 Christian Erwig (7.), 1:1 Yannick Salem-Louniangou (51.), 2:1 Christian Erwig (65.), 3:1 Jeffrey Tumanan (87.).

FC Schalke 04 II: Unnerstall, Pachan, Kilian, Mimbala, Latza, Kühn, Wiegel (85. Tumanan), Lapaczinski, Erwig (90. Turhan), Wassey (74. Melchner), Trisic.

Ralf Wilhelm

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